Niederlage bei Regionalwahl
Herbe Schlappe für Berlusconi

Ein Jahr vor den Parlamentswahlen in Italien hat das rechte Lager von Regierungschef Berlusconi bei den Regionalwahlen einen herben Dämpfer erhalten.

HB ROM. Nach den am Montagabend vorliegenden Hochrechnungen konnte sich das Lager von Berlusconi nur zwei von 13 Regionen, in denen gewählt wurde, sichern. Dies sind die wohlhabenden nördlichen Regionen Lombardei und Venetien.

Vor fünf Jahren hatte sich die Rechte noch in acht der 13 Regionen durchsetzen können. Sechs der acht würden laut den Hochrechnungen nun an die Mitte- und Linksparteien fallen, obwohl die Ergebnisse in der Region Latium mit der Hauptstadt Rom sowie in Apulien noch knapp waren.

Das Resultat ist ein ernstes Signal an die Parteien des Berlusconi-Lagers Forza Italia, Alleanza Nazionale, Lega Nord und Christdemokratische Union. Die Koalitionsregierung muss sich in einem Jahr Parlamentswahlen stellen. Schon bei den Europawahlen und bei anderen Lokalwahlen hatte die Koalition in den vergangenen drei Jahren Stimmen verloren. Der frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, der das Mitte-Links-Lager führt und Kandidat der Opposition für das Amt des Ministerpräsidenten ist, sagte: „Mit diesem Stimmergebnis fordern uns die Italiener zum Regieren auf.“

Unzufriedenheit bei den Wählern bestand vor allem über die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten. Steuersenkungen waren von teils drastisch erhöhten öffentlichen Gebühren überwogen worden.

41 Mill. der 58 Mill. Italiener waren zu den Regional-, Provinzial- und Kommunalwahlen aufgerufen. Die Wahlbeteiligung in den Regionen betrug 71 %.

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