Niederlage für Präsident Roh Moo Hyun
Verlegung der südkoreanischen Hauptstadt gestoppt

Die geplante Verlegung des Regierungssitzes aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul in die Zentralprovinz ist verfassungswidrig.

HB SEOUL. Das entschied am Donnerstag das Verfassungsgericht in Seoul. Es folgte dem Antrag von 170 Kritikern des Umzugsplans, das im Dezember vergangenen Jahres verabschiedete Gesetz zu überprüfen. Die Verlegung des Regierungssitzes war eines der Hauptwahlversprechen von Präsident Roh Moo Hyun.

Die Regierung will mit der Verlegung den wachsenden Druck von Seoul nehmen und „eine ausgewogene Entwicklung des Landes“ ermöglichen. Ein weiterer Grund ist auch die relative Nähe zu Nordkorea - die Grenzlinie ist nur 60 Kilometer entfernt. In Seoul leben rund zehn Millionen der insgesamt 48 Millionen Einwohner Südkoreas. Zusammen mit seinen Vorstädten entfallen rund 50 Prozent der Bevölkerung auf den Großraum Seoul. Die neue Hauptstadt sollte in der Region Yeongi-Gongji errichtet werden.

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