Niederlage für Sozialdemokraten
Litauen bekommt wohl konservative Regierung

In Litauen zeichnet sich ein Regierungswechsel ab. Am Sonntagabend erklärte sich die konservative Vaterlandsunion von Ex-Regierungschef Andrius Kubilius zum Sieger der Parlamentswahlen. Bisher wurde das EU-Mitglied vom sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Gediminas Kirkilas regiert.

HB VILNIUS. Litauen steht offenbar vor einem Regierungswechsel. Nach der zweiten Runde der Parlamentswahlen waren die oppositionellen Christdemokraten laut ersten Auszählungen stärkste Partei. Den Angaben zufolge kam die Partei um den früheren Ministerpräsidenten Andrius Kubilius insgesamt auf 45 Sitze. Damit verpasste sie absolute Mehrheit deutlich und muss Koalitionsverhandlungen mit einer Reihe kleinerer Parteien führen. „Ich sehe eine gute Chance, dass ich eines Regierung des Wandels bilden kann“, sagte Kubilius, der sich zum Sieger der Wahl erklärte

Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Gediminas Kirkilas, die den ersten Ergebnissen zufolge auf insgesamt 23 Sitze kommen, müssen nach sieben Regierungsjahren wahrscheinlich zurück in die Opposition. Sie erlitten bereits bei der ersten Runde der Parlamentswahlen vor zwei Wochen schwere Verluste. In der Stichwahl am Sonntag wurde über die Verteilung von 68 der 141 Sitze im Parlament entschieden.

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise wird die Hauptaufgabe der neuen Regierung die Lösung der Wirtschaftsprobleme des baltischen Landes mit seinen 3,4 Mio. Einwohnern sein. Das EU-Mitglied leidet unter einer zweistelligen Inflationsrate. Zudem muss Litauen seinen Haushalt sanieren, wenn es der Euro-Zone beitreten will. Auch gilt es zu klären, wie das kleine Land mit der zunehmenden Abhängigkeit von russischen Energielieferungen umgehen soll.

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