Niederlage
Labour verliert auch Bürgermeister-Wahl in London

Nach der landesweiten Schlappe bei den Kommunalwahlen in Großbritannien hat die Labour-Partei unter Premierminister Gordon Brown auch die Abstimmung über den Bürgermeisterposten in London verloren.

HB LONDON. Der konservative Kandidat Boris Johnson schlug nach ersten Angaben aus der Nacht zum Samstag den bisherigen Bürgermeister Ken Livingstone, der acht Jahre lang die Geschäfte der britischen Hauptstadt geführt hat. Konkrete Zahlen lagen zunächst aber noch nicht vor. Der 43-jährige Johnson erklärte, er gehe zwar nicht davon aus, dass sich London über Nacht in eine konservative Stadt verwandelt habe. Er glaube in dem Ergebnis aber erkennen zu können, dass die Menschen den Konservativen wieder vertrauten. Johnson - ein früherer Journalist, der in Oxford studiert hat - verwaltet nun ein Budget von 22 Milliarden Dollar in Europas größter Finanzmetropole mit mehr als sieben Millionen Menschen. Er wird London zudem auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereiten.

Insgesamt erlitt die Labour-Partei bei den Kommunalwahlen ihre schwerste Niederlage seit rund 40 Jahren. Der BBC zufolge gewannen die Konservativen unter ihrem Parteichef David Cameron landesweit 44 Prozent der Stimmen. Labour kam dagegen auf gerade einmal 24 Prozent und lag damit sogar noch hinter den Liberalen Demokraten mit 25 Prozent. Nach Auszählung aller Ergebnisse in England und Wales verlor Labour 331 Mandate, während die Konservativen 252 hinzugewannen.

Die Schlappe gilt als Denkzettel für Brown, für den die Abstimmung der erste Stimmungstest seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr war. Bis zur nächsten Parlamentswahl - die spätestens Mitte 2010 stattfinden muss - steht dem ehemaligen Schatzkanzler nun eine schwierige Zeit bevor.

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