Niger
Französische Geiseln wieder in Paris

Vier in Niger befreite französische Geiseln sind wieder in ihrer Heimat. Aber noch immer befinden sich sieben Franzosen in der Gewalt von Terroristen. Staatschef Hollande sagte, sein Land werde alles für sie tun.
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ParisDie vier nach jahrelanger Geiselhaft in Niger befreiten Franzosen sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie wurden von Familienangehörigen und Frankreichs Präsident François Hollande auf einem Militärflughafen bei Paris in Empfang genommen.

Der Staatschef erinnerte gleichzeitig an das Schicksal der noch immer entführten sieben Franzosen. Sein Land werde alles tun, um auch die Befreiung dieser Geiseln zu erreichen, sagte Hollande. Die Gefangenen sollen sich in der Sahel-Zone, in Nigeria und Syrien in der Gewalt von Terroristen befinden.

Die nun befreiten Männer waren von der Terrororganisation Al-Kaida im Maghreb 2010 aus einer Mine nahe der Stadt Arlit entführt worden. Der französische Energiekonzern Areva fördert in dem fast 1000 Kilometer nordöstlich der nigrischen Hauptstadt Niamey gelegenen Ort Uranerz. Arlit liegt nahe der Grenze zu Mali, wo französische Truppen seit Jahresbeginn gegen islamistische Rebellen kämpfen.

Nähere Informationen zu der Befreiung gab es zunächst nicht. Die französische Regierung hat nach eigenen Angaben weder Lösegeld gezahlt, noch militärischen Druck ausgeübt. Die Zeitung „Le Monde“ berichtete allerdings, der französische Auslandsnachrichtendienst habe eine Summe von „mehr als 20 Millionen Euro“ gezahlt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kann man behaupten, daß sich Herr Hollande ein wenig Erfolg "gekauft" hat?

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