Nigeria
Extremistische Islamisten töten 40 Studenten

Mitglieder der Terrorsekte Boko Haram haben im Norden von Nigeria den Schlafsaal einer Landwirtschaftsschule gestürmt und mindestens 40 Studenten getötet. Seit 2009 hat die Gruppierung tausende Opfer auf dem Gewissen.
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Kano/KapstadtIslamische Extremisten haben bei einem nächtlichen Überfall auf eine Landwirtschaftsschule im Nordosten Nigerias 40 Studenten getötet. Dies berichtete Krankenhausdirektor Garba Fika am Sonntagabend in Damaturu der nigerianischen Nachrichtenagentur NAN. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte den „den entsetzlichen Terroranschlag“ auf Kinder und Studenten scharf.

Die EU „steht fest auf der Seite Nigerias im Kampf gegen den Terrorismus“, betonte Ashton in der in Brüssel veröffentlichten Mitteilung. Zugleich verwies sie auf die Bedeutung der Gesetze und den Schutz der Menschenrechte. Die nigerianischen Sicherheitskräfte werden von Kirchen und Menschenrechtsorganisationen beschuldigt, mit unverhältnismäßiger Härte und Brutalität im Kampf gegen die Terroristen vorzugehen.

Bis Sonntagmittag waren der „Daily Times“ zufolge Rettungskräfte noch damit beschäftigt, Opfer in den teilweise zerstörten Gebäuden zu bergen. Der Gouverneur des Bundesstaates Yobe, Ibrahim Gaidam, besuchte im Krankenhaus Verletzte des Angriffs. Viele Studenten flohen aus Angst vor weiteren Angriffen zu ihren Familien.

Erst vor zwei Wochen waren die Schulen in Yobe nach über zwei Monaten wieder geöffnet worden. Bei den Angriffen zuvor waren laut NAN 29 Schüler und drei Lehrer getötet worden. „Wir haben nach all diesen Angriffen große Angst, unsere Kinder wieder in die Schule zu schicken“, sagte ein Vater der Agentur.

Für den Terrorismus in Nigeria ist seit Jahren vor allem die radikalislamische Sekte Boko Haram verantwortlich. Die Extremisten kämpfen für einen islamischen Gottesstaat. Sie haben sich seit 2009 zu zahlreichen Anschlägen auf christliche und staatliche Einrichtungen sowie Zivilisten bekannt. Die Zahl der Opfer geht in die Tausende.

Boko Haram hat in diesem Jahr ausdrücklich Schulen und Universitäten als Angriffsziele benannt. Schüler und Studenten unterstützten die Sicherheitskräfte und die Zentralregierung „in dem Krieg gegen uns“, so die Begründung von Boko Haram-Sprecher Abu Zinnira der „Daily Times“ zufolge.

Vergangene Wochen waren ein Pfarrer und seine zwei Kinder in seiner Kirche in dem Ort Dorawa in Yobe von Extremisten erschossen worden. Dies hatten die Provinzbehörden bestätigt. Die Islamisten hatten nach der Tat die Kirche und zwei weitere Häuser in Brand gesetzt. Allein im nördlichen Bundesstaat Borno kamen seit Mitte September bei Islamistenangriffen sowie Kämpfen mit Regierungstruppen nach Berichten von Kirchen und Menschenrechtsorganisationen mehr als 200 Menschen ums Leben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Rechner" unser braun-RECHTER hat wohl nichts zu kommentieren, seine selbst nie gefälschten weil immer kommentierten Statistiken auskommentiert?

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