Nigeria will Milizen entwaffnen
Sudan billigt mehr ausländische Truppen in Darfur

In einem der Hauptstreitpunkte der Friedensgespräche hat der Sudan am Mittwoch eingelenkt. Er stimmte einer Verstärkung der Truppen der Afrikanischen Union (AU) in der Krisenregion Darfur zu.

HB ABUJA. Einem Regierungsvermittler zufolge sollten die Truppen die im Westen des Landes kämpfenden Rebellen in ihre Gebiete zurückführen und die Entwaffnung der arabischen Milizen vorbereiten. Zuvor hatte ein Scheitern der in Nigeria geführten Friedensgespräche gedroht, da sich die Rebellen weigerten, über eine Rückführung in ihre Gebiete durch sudanesische Soldaten zu verhandeln.

„Sie dürften mehr Truppen benötigen, um ihre Beobachter zu schützen, in den Lagern zu helfen und um die Rebellen zu schützen. Und dem stimmen wir zu“, sagte der sudanesische Delegationsleiter und Landwirtschaftsminister Madschub al-Chalifa Ahmed. Die genaue Anzahl der Soldaten müsse noch festgelegt werden. Al-Chalifa hatte den Vorschlag Nigerias, afrikanische Truppen zur Entwaffnung der Dschandschawid in den Sudan zu schicken, zunächst angelehnt.

Nigeria hat sich bereit erklärt, 1500 Soldaten zur Entwaffung der Dschandschauid-Milizen nach Darfur zu verlegen. Auch andere afrikanische Staaten haben ihre Bereitschaft sich zu beteiligen signalisiert. Der Sudan hatte bereits der Entsendung von 300 Soldaten der AU zugestimmt, von denen bereits die Hälfte eingetroffen ist. Die Truppe sollen die AU-Beobachter schützen, die die Einhaltung des Waffenstillstands überprüfen sollen.

Al-Chalifa sagte, die Entwaffnung der Dschandschauid habe bereits begonnen. Menschenrechtsgruppen haben die AU aufgefordert, ihr Mandat um den Schutz der Zivilbevölkerung in der erweitern. Durch den Konflikt in Dafur wurden eine Million Menschen vertrieben und sind auf der Flucht durch die Wüste. Al-Chalifa beharrte in diesem Punkt auf seine Position, dass nur die Regierung Zivilisten schützen dürfe.

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