Nigeria
Zehn Tote nach Anschlag auf Kirche

Wieder Gewalt gegen Christen in Nigeria: Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Nigeria sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter sprengte sich mit seinem Auto vor der Kirche in die Luft.
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KanoBei der Explosion einer Autobombe vor einer katholischen Kirche in Nigeria und anschließenden Vergeltungsschlägen sind am Sonntag nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen getötet worden. Etliche Menschen seien verletzt worden, darunter auch Soldaten.

Der Anschlag vor der Kirche St. Finbar in der Stadt Jos sei während des Gottesdienstes von einem Selbstmordattentäter verübt worden, erklärte ein Sprecher des Staates Plateau. Sicherheitskräfte hätten den Attentäter daran gehindert, mit seiner Bombe auf das Gelände der Kirche zu fahren.

Durch die Explosion wurde das Dach der Kirche beschädigt, die Fenster zerbarsten, wie die Behörden mitteilten. Unter den Opfern waren den Angaben zufolge auch Soldaten, die zum Schutz der Kirche abgestellt waren. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Nach dem Bombenanschlag kam es zu Racheakten in Jos: Aufgebrachte Jugendliche brannten Häuser nieder und zum Schutz der Stadt abgestellte Soldaten eröffneten das Feuer auf Stadtviertel, wie Augenzeugen berichteten. Laut dem Sprecher von Plateau wurden die zehn Menschen bei dem Bombenanschlag getötet, andere sagte, die Zahl der Toten schließe die ein, die bei den Vergeltungsschlägen ums Leben gekommen seien.

In Jos kam es in der Vergangenheit häufiger zu Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen. Auch die radikal-islamische Gruppe Boko Haram verübte in der Stadt schon mehrere Anschläge. Sie bekannte sich zu einer Serie von Bombenanschlägen in Jos an Weihnachten im Jahre 2010 mit 80 Toten und einem ähnlichen Anschlag auf eine Kirche wie den am Sonntag Ende Februar mit drei Toten und 38 Verletzten. Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch wurden 2010 allein im Gebiet um Jos mindestens tausend Menschen Opfer der Gewalt.

Bei zwei Anschlägen im Nordosten Nigerias sind Polizeiangaben zufolge am Sonntag zwei Menschen getötet worden. Ziel des einen Anschlags sei ein paramilitärischer Polizeistützpunkt in der Stadt Bama im Staat Borno gewesen, der andere habe sich in Maiduguri ereignet, dem spirituellen Zuhause der Boko Haram, die für beide Anschläge verantwortlich gemacht wurde.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Die ach so friedfertigen Muslime bringen überall auf der Welt massenweise Christen um. Das ist ja auch das Schicksal der Kopten in Ägypten, der verbliebenen Christen in Nordafrika. Syrien war lange ein relativ sicheres Land für Christen. Nun ist auch dort der muslimische Frühling eingekehrt. Alleine in Homs sollen von Moslems während des Aufstandes 270 Christen ermordet worden sein. Im Iran wartet gerade ein weiterer Konvertit zum Christentum auf den Strang.
    Und hier: Der Islam ist Friede und gehört zu Deutschland. Die Presse und die Politik schweigt und übt sich in Unterwerfungsgesten. Und wer sich gegen den Islamfaschismus wehrt, ist ein rechter Populist.

  • "Zusammenstösse zwischen Christen und Moslems" So ein Quark, das ist 1a Christenverfolgung durch Moslems, und so soll man das auch bitteschön nennen.

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