Nihat Zeybekc
Österreich verbietet türkischem Wirtschaftsminister die Einreise

Eine Veranstaltung von Auslandstürken in Österreich muss ohne Besuch eines Regierungsvertreters auskommen. Dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekc verweigert Wien die Einreise.
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WienÖsterreich hat dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci eine Einreiseerlaubnis verweigert. Zeybekci hatte seine Reise aus Anlass des Jahrestags des gescheiterten Putschs in der Türkei geplant. Das österreichische Außenministerium teilte am Montag mit, die Regierung glaube, dass Zeybekci nur vorhabe, öffentlich vor seinen Landsleuten aufzutreten, was die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden könne. Ankara kritisierte das Vorgehen als antidemokratisch.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz verurteile weiterhin den Putschversuch am 15. Juli 2016 und die folgende breite Welle von Festnahmen sowie die Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit, teilte das Ministerium mit. Zeybekci sei willkommen, wenn er Österreich einen offiziellen Besuch abstatten wolle.

Das türkische Außenministerium teilte mit, Zeybekci an der Teilnahme am Gedenken an Opfer des Putschversuchs zu hindern, „beweist, dass Österreich nicht aufrichtig in seinem Ansatz zur Verteidigung demokratischer Werte ist“.

Österreich gehört innerhalb der EU zu den stärkten Kritikern des Umgangs der Türkei mit Menschenrechten. Das Land hatte als erstes gefordert, die Gespräche mit Ankara über eine türkische EU-Mitgliedschaft einzustellen. Kurz, der gute Chancen auf das österreichische Bundeskanzleramt bei der Wahl im Oktober hat, ist besonders streng gegenüber der Türkei gewesen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nihat Zeybekc: Österreich verbietet türkischem Wirtschaftsminister die Einreise"

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  • @van Oyten: Ich verzichte auf Ihre Meinung, da sich ganz offenbar nicht reflektieren, was in der Türkei wirklich abgeht und welcher Vollpfosten das Land regiert.

    Ergo: Sie sind selbst nicht helle genug und damit absolut unlesenswert.

    Mein Beileid, Sie Supertroll!!!

  • @ Herr Kuno van Oyten10.07.2017, 11:54 Uhr

    Das hat nichts mit weltoffener Haltung zu tun. Die Regierung Erdogan polemisiert und will ihre Landsleute gegen die europäischen Länder in Stellung bringen. Wenn man europäisch denkt, die Türkei gehört nicht dazu. Dieser Wirtschaftsminister wollte zu einer Veranstaltung kommen, die zum Jahrestag des "Putschversuchs" abgehalten werden soll. Ich würde auch die Veranstaltung verbieten. Der wahre Putsch erfolgte erst danach durch Erdogan.

  • @ Herr Alessandro Grande - 10.07.2017, 10:17 Uhr , Herr Günther Heck - 10.07.2017, 11:14 Uhr , Frau Lana Ebsel - 10.07.2017, 11:14 Uhr , Was sind das denn für Troll-Kommentare. Damit ist keinem geholfen wenn man immer wieder diesen deutschen Dünkel raushängen lässt. Seien sie mutig und denken sie mindestens mal Europäisch. Eine weltoffenen Haltung traue ich ihnen leider nicht zu, aber man kann ja mal klein anfangen. Nicht mal in der Sache gebe ich ihnen Recht. Ein Europa sollte es auch ohne weiteres aushalten wenn man einem nicht europäisches Land seine Meinung der hier lebenden Bevölkerung zu vermitteln ermöglicht, aber eben nur denjenigen welche sich vorher registrieren und einladen lassen würden. Das sind Lösungen und nicht etwa nur Polemik.

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