
Die Lage in der Euro-Zone sei instabil, warnte Stiglitz.
Wie hat die Eintracht gespielt?

Lieber Herr Stiglitz,
1. Wir Deutsche leben z.Z. wie Gott in Frankreich und z.T. auf Kosten der schwächeren EU-Länder die sich gegen unsere Exportlawine wegen der EU-Verträge (Freihandelszone) nicht wehren können und nicht wehren dürfen. Somit können wir unsere Arbeitslosigkeit über unseren Leistungsbilanzüberschuss exportieren (15 Milliarden im Schnitt PRO MONAT und das seit 17 Jahren)
2. Die paar Milliarden die wir jährlich netto an Brüssel zahlen müssen sind Peanuts im Verhältnis zum Leistungsbilanzüberschuss den wir durch unseren Mitgliedsbeitrag an Brüssel (EU) realisieren dürfen und können.
3. Den meisten Deutsche geht es besser als anderen EU-Bürger, und, egal wie es den anderen EU-Ländern geht, auch wenn in Griechenland, Spanien und Portugal die Jugendarbeitslosigkeit bei mehr als 50% liegt, wen juckt denn das? Den Herr Weidmann bestimmt nicht und mich schon gar nicht!
4. Eine Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse wurde nie vereinbart, also sollen die arme Länder immer ärmer werden und die reiche immer reicher. So verstehe ich die EU-Verträge.
5. Sollte uns etwa nicht passen dann können wir aus der EU und EURO austreten, wir werden nicht unbedingt gebraucht. Zur Zeit des Römischen Reich hat Germanien auch nicht dazu, danach hat Europa aufgehört zu existieren und wir haben mit den Deutschen das finster Mittelalter erleben dürfen.

+++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++ Bitte bleiben Sie sachlich.

Sehr sympathisch, das sagt ein in Wien geborener, in D lebender Leser Ihres Blogs. Sie wollen also die Monarchie zurück?:-)) Sie sind wohl "nur" Tourist in Wien resp. Österreich und dürften in D leben, dort/hier das ORF-TV ansehen. Mehr nicht. - Österreich ist klein. Klein. Und deswegen noch lange nicht FEIN. Im Gegenteil. Kennt man nicht hier und dort, am besten noch drei Weitere Leute, so hat man von sich heraus wenig Chancen zu einer gesellschaftlichen Integration: ein sehr korruptes, bis in die familiären Zweige durchsetztes Land. Der ORF ist die Korruptbehörde schlechthin!! Dort "wäscht" man sich beinahe noch nach Monarchie-Methode hinein und hinauf. Keiner darf aufmucken, anregen, kritisieren. Meine Mutter lebte als weltbekannte Konzertpianistin in Wien. Deutsche "Schnauze" ist nicht gern gesehen und gehört.(!) Es kann auch passieren, dass am Nebentisch bei einem Heurigen ein Finanzbeamter sitzt und hört, wie sie stolz verkünden, Steuern erspart zu haben. Wenn sie bekannt sind, so erlebte es meine Mutter bei einem Geiger vor 40 Jahren, haben Sie schnell Post im Fach. Klein, bösartig, hintenrum - das ist Wien. Auf dem Land ist es genauso wie hier. Vorallem sollte man NUR dann nach Österreich, wenn man in der Musik, dem Theater, den Botschaften oder der UNO Wien beispielsweise, arbeitet. Das Proletariat ist da genauso wie in Deutschland, häufig noch unerzogener. Auch Austria ist im Sog der Globalisierung und damit keine Insel.

@papageno: ich weiss zwar jetzt nicht, wie das zu Stieglitz passt.
Beschreibt Österreich jedoch sehr gut. Ambros hat das bereits sehr passend beschrieben (ze kriechen da in de Nugatschlucht und hau'n da as Hackl in's Kreuz) und bis heute ist nichts verändert. Nach aussen hin freundlich, nett etc., aber wehe, man tut nicht so, wie das gewissen Leuten in den Kram passt, dann kann sich die Situation sehr schnell zum Horrorszenario entwickeln.
Die Österreichische Polizei hat noch in den 80er Jahren Leute gefoltert, um Aussagen zu erzwingen, in dem man die Leute mit nassen Hnadtüchern geschlagen hat (hinterlässt keine Spuren, tut aber sehr weh).

Der Morgenthau-Plan oder warum Europa verblutet.
Die Euro- und EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen und durchgesetzt, führen zu eine Art Morgenthau-Plan für die Peripherieländer der Währungsunion.
Die wirtschaftlich schwache Euro-Länder werden, weil ihre Wirtschaft gegen die stärkere Wirtschaften nicht geschützt ist, immer schwächer. Dies führt dazu dass vielen jungen und gut ausgebildete Menschen aus diesen Länder keine andere Alternative bleibt als Europa den Rücken zu kehren und ihr Glück auf andere Kontinente zu suchen.
Diese Hämorrhagie ist nicht nur eine menschliche Tragödie aber auch wirtschaftlich nachteilig für Europa. Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Euro-Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst deren Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
Niemand soll sagen, dass diese Dinge nicht absehbar gewesen seien - dass ist Ökonomie-Grundstudiums-Wissen.
Was Europa braucht sind Vertragsänderungen die zu einer Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion führen und zu einer horizontalen Arbeitsteilung, Vertragsänderungen die den natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer berücksichtigen und entgegen wirken.

"Eine Zwangsehe zur Vermeidung eines Desasters." trifft den Nagel auf den Kopf. Die Euro-Rettungsbemühungen samt Fiskalunion und ESM sind dererlei Instrumente, um eine Zwangsehe mit der Peitsche herbei zu führen. Die EU war in der Tat als evolutionärer Prozess von den Gründervätern gedacht. Die verfrühte und schlecht vorbereitete Einführung des Euro ist nicht mehr als Friedensprojekt zu bezeichnen, das die europäischen Völker zusammenführt, sondern leider muß eher das Gegenteil vermutet werden. Deshalb ist auch der Friedensnobelpreis für die EU mit gemischten Gefühlen zu sehen. Der Euro hat ihn bestimmt nicht verdient. Da EU und Euro inzwischen von vielen kritischen Zeitgenossen nicht ohne Grund als siamesische Zwillinge betrachtet werden, wäre eine Notoperation zur Trennung angezeigt, um diese Fundamentalbehinderung wieder auf ein erträgliches Maß zurückzuführen.

Das real existierende Europa hat es 60 Jahre versäumt, sich eine politische Stimme zu geben, nachdrücklich - über Sonntagsreden hinaus - politisch Einfluss zu nehmen. Selbst in Ex-Jogoslawien mussten uns die Amis erst durch eigenen Einsatz zum Eingreifen zwingen. Brüssel ist ein Hühnerhof von sich streitenden Partikularinteressen, ein Lobbysumpf und ein Tummelplatz von Begünstigten. Der Euro hat dabei die Kraft, ganz Europa zu zerlegen. Die Einzigen, die in diesem tollen neuen Europa der Selbstbeweihräucherung nichts zu melden haben, sind die Bürger, denn sie stören bei dem gemeinsamen Irrsinnsprojekten durch zu viel kritische Nachfragen. Und damit bleibt Brüssel ein antidemokratischer, sozialistisch Gängelungsapparat.

schade man den artikel zu der EU jubel-beamtin nicht kommentieren darf. aber HB wird sich da schon was bei gedacht haben. traurig ist es trotzdem.
prof stieglitz ist zum thema euro 100 zuzustimmen.
zum thema EU - nein. dei EWG und die EG hätten den presi bekommen sollen. die EU die es ja erst seit 1993 gibt, niemals. das ist ein undemokratischer moloch geworden.

„Es ist also möglich, dass die Gründerväter Recht behalten, aber sie haben sich bestimmt eine natürliche Evolution in Richtung politischer Union vorgestellt und nicht eine Zwangsehe zur Vermeidung eines Desasters.“
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So ist es!
Der so hochgelobte Exportüberschuss wurde leider mit Krediten bezahlt (TargetII), und der Rettungswahnsinn wird so lange weitergehen, bis Deutschland nicht mehr zahlen kann. Wer rettet dann die Retter?