Nobelpreisträger US-Regierung fordert Reisefreiheit für Liu Xiaobo

Der an Krebs erkrankte Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo ist in China zwar vom Gefängnis in ein Krankenhaus verlegt worden - die Ausreise wird ihm aber verweigert. Die USA fordern ein Ende des Hausarrest.
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China verbietet dem kranken Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo die Ausreise. Quelle: AP
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China verbietet dem kranken Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo die Ausreise.

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WashingtonDie US-Regierung hat China aufgefordert, dem schwer kranken Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo Zugang zu einer „angemessenen“ medizinischen Versorgung zu gewähren. „Wir sind besorgt darüber, dass sowohl Herr Liu als auch seine Familie nicht in der Lage sind, mit der Außenwelt zu kommunizieren, und dass es ihm nicht möglich ist, die medizinische Behandlung seiner Wahl einzuholen“, erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders.

Die chinesischen Behörden müssten den Hausarrest für die Ehefrau des Bürgerrechtlers beenden, dem 61-Jährigen vollständige Bewährung sowie Reisefreiheit gewähren und ihm Zugang zu einer „angemessenen“ medizinischen Versorgung geben, fügte Sanders hinzu.

Liu Xiaobo war 2009 wegen „Untergrabung der Staatsgewalt“ zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Der Bürgerrechtler leidet unter Leberkrebs im Endstadium. Ihm war „Bewährung aus medizinischen Gründen“ gewährt worden. Zudem wurde er vom Gefängnis ins Krankenhaus verlegt. China lehnt jedoch die Ausreise des Schwerkranken mit seiner Frau für eine Klinikbehandlung im Ausland ab. Nach Angaben des Krankenhauses befindet er sich in lebensbedrohlichem Zustand.

Chinas Medienzensur: Zärtlichkeiten unerwünscht

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Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei hat die Inhaftierung des Friedensnobelpreisträgers als Schande für die chinesische Regierung und die Weltgemeinschaft bezeichnet. Er und Liu seien seit 1980 befreundet gewesen, sagte Ai der Nachrichtenagentur AP in Berlin.

Der Künstler beschrieb Liu als sanften und intelligenten Gelehrten, der wegen falscher Vorwürfe eingesperrt worden sei, nur weil er die Zukunft des Landes offen habe diskutieren wollen. Liu sei einer von vielen Kritikern der Regierung, die in der Volksrepublik unterdrückt würden, so Ai.

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