Noch keinen Auftrag von Ciampi
Berlusconi hat seine neue Regierung schon im Kopf

Er habe bereits eine Ministerliste im Kopf. Das sagte der zurückgetretene italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi zu Beginn vor Gesprächen in Rom und betonte, er setze auf die rasche Bildung einer neuen Regierung. Allerdings wurde Berlusconi noch nicht von Präsident Carlo Azeglio Ciampi mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt.

HB ROM. Es sei so gut wie sicher, dass alle bisherigen Koalitionsparteien auch im neuen Kabinett dabei sind, hieß es in Rom. Nach italienischen Medienberichten wird es auch keine Änderungen bei Schlüsselministerium geben.

„Ich bin zuversichtlich“, sagte Berlusconi über die Bildung der 60. italienischen Nachkriegsregierung. Der Präsident der Abgeordnetenkammer, Pier Ferdinando Casini, bekräftigte, einziger Ausweg aus der Krise sei ein neues Mitte-Rechts-Kabinett unter Führung Berlusconis. Sollte dies wider Erwarten nicht gelingen, müsse es Neuwahlen geben.

Unterdessen begann Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi - wie in Italien bei Regierungskrisen üblich - mit formellen Konsultationen mit allen Parlamentsparteien. Nach diesen Gespräche, die bis Freitag dauern, dürfte er Berlusconi erneut mit der Bildung eines Kabinetts beauftragen.

Die Regierungskrise war nach einer schweren Niederlage des Regierungslagers bei den Regionalwahlen vor knapp drei Wochen ausgebrochen. Danach zogen die Christdemokraten ihre Minister aus dem Kabinett. Zunächst lehnte Berlusconi einen Rücktritt entschieden ab. Er wollte nur eine kleinere Umbildung seiner Regierungsmannschaft.

Christdemokraten und die Nationale Allianz (AN) bestanden aber auf einem „sichtbaren Neuanfang“. Dies werde die Chancen bei der Parlamentswahl in einem Jahr erhöhen. Die neue Regierung wolle Hilfen für Familien und Unternehmen sowie die Entwicklung des Südens stärken, heißt es.

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