Nominierung war reine Formsache
Kerrys Rede soll den Sieg bringen

Am späten Donnerstagabend (Ortszeit) will Kerry die Nominierung annehmen und mit einer - mit Spannung erwarteten - Rede die Weichen für einen Wahlsieg am 2. November über Präsident George W. Bush stellen. Auf dem Wahlparteitag in Boston erhielt am späten Mittwochabend der 60-jährige Senator aus Massachusetts eine überwältigende Mehrheit der Delegierten.

HB BOSTON. Der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, Senator John Edwards, pries Kerry als „starken, entschlossenen Führer“, der als Präsident Amerika wieder einen und „die Welt auf unsere Seite bringen“ werde. Edwards beschuldigte Präsident Bush, für eine „alte, hasserfüllte und negative Politik“ verantwortlich zu sein, die das Land in „zwei Amerikas“, das der Reichen und das aller anderen gespalten habe. Mit Kerry kehre wieder Hoffnung in die amerikanische Politik zurück.

Edwards versicherte in seiner kämpferischen, viel umjubelten Rede vor den 4 350 Delegierten und rund 15  000 Gästen und Journalisten in der Bostoner Sportarena, dass die USA unter Kerry den Krieg im Irak siegreich beenden werden. Mit einem demokratischen Präsidenten „können wir die NATO dazu bringen, uns zu helfen, den Irak sicher zu machen“, sagte Edwards. „Wir können gewährleisten, dass die Nachbarn des Iraks wie Syrien und Iran einem demokratischen Irak nicht im Wege stehen.“ Edwards kündigte auch eine Verstärkung der US-Truppen und die Modernisierung der Waffensysteme an.

Zudem versprach er einen verschärften Kampf gegen den Terrorismus, gegen die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und besseren Schutz der USA vor Anschlägen. Die Bush-Regierung habe es fast drei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 noch immer nicht geschafft, die dringend notwendige Reform der US-Geheimdienste zu beginnen. An die Terrororganisation El Kaida richtete Edwards die „unmissverständliche Botschaft“: „Ihr könnt nicht entkommen. Ihr könnt euch nicht verstecken. Und wir werden euch zerstören.“

Kerry hat nach den Worten Edwards im Gegensatz zu Bush eine „positive, optimistische Vision“ für die USA. Den Millionen ohne Krankenversicherung, ohne Arbeit, den 36 Millionen Armen in den USA müsse geholfen werden. Er kündigte eine Erhöhung des stündlichen Mindestlohns an sowie eine Reform Schulsystem, das allen sozialen Schichten offen stehen müsse. Der Senator aus North Carolina verwies deshalb auch mehrfach auf die heldenhafte Kriegsvergangenheit Kerrys, der mehrfach ausgezeichnet worden war.

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