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Nord-Irak: Tote bei Anschlag auf schiitische Moschee

Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee im Irak sind mehrere Menschen getötet worden. Der Attentäter sprengte sich während einer Trauerfeier in die Luft, bei der viele Politiker anwesend waren.

Nicht nur wegen des heutige Anschlags wächst die Kritik am schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki. Quelle: dpa
Nicht nur wegen des heutige Anschlags wächst die Kritik am schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki. Quelle: dpa

Istanbul/Tikrit/BagdadEin Selbstmordattentäter hat in einer schiitischen Moschee im Irak mindestens 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Angaben der Polizei sprengte er sich während einer Trauerfeier von Angehörigen der turkmenischen Minderheit mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft. 80 Menschen wurden bei dem Anschlag in der Ortschaft Tus Chormato nördlich von Bagdad verletzt.

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Bei der Trauerfeier wurde des Verwandten eines Politikers gedacht, der am Vortag in Tus Churmatu erschossen worden war. Unter den Verwundeten vom Mittwoch waren auch der Politiker und weitere örtliche Regierungsvertreter und Stammesführer. Erst am Dienstag waren bei Anschlägen rund um Bagdad 26 Menschen getötet worden. Die Attentate ereigneten sich nahe eines Militärstützpunkts in Tadschi, in dem schiitischen Wohnviertel Tschula und in Mahmudija im Süden von Bagdad.

Der turkmenische Parlamentarier Abbas al-Bajati forderte die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki auf, die Siedlungsgebiete der Turkmenen besser zu schützen. „Ich gehe davon aus, dass diese Explosion mit der innenpolitischen Lage zusammenhängt“, sagte der Abgeordnete der Nachrichtenagentur dpa in Bagdad.

Irak

Nach dem Abzug der US-Armee Ende 2011 hat sich der Machtkampf zwischen Schiiten, Sunniten und den Angehörigen der verschiedenen ethnischen Minderheiten im Irak verschärft. Inzwischen mehrt sich auch im Lager der Schiiten-Parteien die Kritik am Regierungschef, der selbst Schiit ist.

Im Norden gibt es seit Wochen Proteste gegen die Politik Al-Malikis. Die überwiegend sunnitischen Demonstranten protestieren seit Wochen für die Freilassung ihrer Gefangenen, die unter Terrorverdacht verhaftet wurden und zum Teil schon seit Jahren auf ihren Prozess warten. Die meisten Anschläge werden dem irakischen Ableger des sunnitischen Terrornetzes Al-Kaida zugeschrieben.

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