Nord- und Südkorea

Kim Jong Un droht mit Militärschlag

An der Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea kommt es öfters zu Zwischenfällen. Nun gibt es erneut Ärger: Kim Jong-Un wirft Südkoreas Militär vor, die Grenze verletzt zu haben – und droht mit „zielgenauen Schlägen“.
1 Kommentar
Grausamer Gipfelstürmer
Der höchste Berg Nordkoreas
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Nach Berichten von Staatsmedien hat der kommunistische Diktator Nordkoreas, Kim Jong-Un, am Wochenende den höchsten Berg Nordkoreas erklommen. Der Paektusan ist ein rund 2750 Meter hoher aktiver Vulkan. Er liegt an der Grenze zu China in der Mandschurei. Der letzte Ausbruch ereignete sich 1903, seitdem gilt der Vulkan als ruhend.

„Kräftiger als alle Atomwaffen“
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Der nordkoreanische Diktator ließ sich dabei von Kampfpiloten der Volksarmee begleiten. „Den Paektu zu besteigen, liefert kostbare Geistesnahrung, die kräftiger ist als alle Atomwaffen“, wird Kim Jong-Un von den nordkoreanischen Staatsmedien zitiert. Seit 2012 bezeichnet sich das Land selbst als „Atommacht“. Insgesamt drei Atomwaffentests soll Nordkorea seit 2006 durchgeführt haben. Gleichzeitig gilt die Bevölkerung als dramatisch unterernährt.

Heiliger Berg
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Der Paektusan hat in Nordkorea eine mythologische Bedeutung. Von hier aus soll Staatsgründer Kim Il-Sung den militärischen Unabhängigkeitskampf gegen Japan organisiert haben. In der nordkoreanischen Propaganda wird der Berg darum als „heiliger Berg“ stilisiert – im Ausland ist der Gründungsmythos jedoch umstritten.. Auf seinem Weg auf den Gipfel des Paektusan besuchte Diktator Kim auch historische Schlachtfelder.

Verrückter Personenkult
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Um die Familie Kim herrscht in Nordkorea ein fast religiöser Personenkult. Kim Jong-Uns Vater Kim Jong-Il wurden nahezu übermenschliche Kräfte nachgesagt. So soll er Kampfflugzeuge gesteuert und Opern komponiert haben. Bei seiner ersten Partie Golf sollen ihm gleich fünf Hole-In-Ones hintereinander gelungen sein, so die Legende – das ist bisher noch niemandem gelungen.

Auf den Spuren des Vaters
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Nach nordkoreanischer „Sage“ war die Reise auf den Gipfel des Paektusan auch so etwas wie Ahnenforschung: Glaubt man der Staatspropaganda, wurde Kims Vater Kim Jong-Il am Fuße des Bergs geboren, wo sich nach seiner Geburt angeblich unmittelbar ein Stern sowie ein doppelter Regenbogen am Himmel bildeten.

Eigentlich aus Sibirien
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Westliche Quellen gehen allerdings davon aus, dass die Geschichte weit weniger spektakulär ablief. Demzufolge sei Kim Jong-Il in einem sowjetischen Ausbildungslager in Sibirien geboren worden, von wo aus sein Vater Kim Il-Sung den Kampf um die Unabhängigkeit Koreas vom Japanischen Kaiserreich während des Zweiten Weltkriegs führte.

Der jüngste Staatschef der Welt
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Auch Kim Jong-Un werden immer wieder bedeutende sportliche Erfolge nachgesagt – allerdings nur in Nordkorea. Im Rest der Welt wird der Diktator häufig verspottet. Ende 2014 wurde die Terrorherrschaft des Despoten in der Hollywood-Komödie „The Interview“ parodiert. Außerdem wählte das amerikanische Satiremagazin „The Onion“ Kim Jong-Un zum „Sexiest Man Alive“ – woraufhin chinesische Medien dem Diktator gratulierten. Kim Jong-Un ist mit vermutlich 32 Jahren der jüngste Staatschef der Welt.

SeoulZur Hochsaison für den Krabbenfang im Gelben Meer hat Nordkorea mit Militärschlägen gegen südkoreanische Marineschiffe im Gebiet um die strittige Seegrenze gedroht. Nordkorea warf Südkoreas Militär am Freitag vor, unter dem Vorwand, gegen illegalen Fischfang vorzugehen, die Grenze verletzt zu haben.

Nordkorea werde bei neuen Verstößen „zielgenaue Schläge gegen jedes Kriegsschiff der südkoreanischen Marine ausführen“, zitierten staatliche Medien eine Kommandostelle der nordkoreanischen Volksarmee. Südkoreas Verteidigungsminister bestritt die Vorwürfe und warnte das Nachbarland vor militärischen Provokationen. An der strittigen Seegrenze kam es in den vergangenen Jahren wiederholt zu Zwischenfällen.

  • dpa
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1 Kommentare zu "Nord- und Südkorea: Kim Jong Un droht mit Militärschlag"

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  • "Kim Jong Un droht mit Militärschlag"

    Mal wieder.....

    Und in N-Korea fiele ein Sack Reis um, wenn denn einer da wäre.

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