Nordafrika-Exklave
Massenansturm von Flüchtlingen auf spanische Exklave

Bei einem Massenansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die spanische Exklave Melilla wurden zwölf Polizisten verletzt. Die Flüchtlinge wurden später von der spanischen Polizei nach Marokko geschickt.
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MelillaHunderte afrikanische Flüchtlinge haben versucht, in die spanische Nordafrika-Exklave Melilla zu stürmen. Wie die Präfektur der Stadt mitteilte, gelangten 140 Afrikaner von Marokko aus auf spanisches Gebiet. Etwa 800 Afrikaner hatten nach diesen Angaben an zwei verschiedenen Stellen versucht, die Grenzanlagen zu überwinden.

Die Präfektur warf den Flüchtlingen nach Medienberichten vom Freitag vor, bei dem Ansturm am Vortag ungewöhnlich gewaltsam gegen die spanischen Grenzbeamte vorgegangen zu sein. Nach Angaben der Behörde wurden zwölf Polizisten verletzt. Die Rettungsdienste teilten mit, sechs Flüchtlinge seien in ein Krankenhaus gebracht worden.

Etwa 150 Afrikaner harrten mehrere Stunden auf der Spitze des sechs Meter hohen Grenzzauns aus. Einige von ihnen bewarfen Polizisten mit brennenden Kleidungsstücken. Die Flüchtlinge stiegen später vom Grenzzaun herab und wurden von der spanischen Polizei nach Marokko zurückgeschickt.

Seit Anfang dieses Jahres hatte es in Melilla mehr als 15 Massenanstürme von Flüchtlingen auf die Grenzanlagen der Stadt gegeben. Etwa 1300 Afrikanern gelang es dabei, spanisches Gebiet zu erreichen. Die Madrider Regierung hatte kürzlich entschieden, die Grenzzäune bei den Exklaven Melilla und Ceuta weiter auszubauen, um ein Überklettern der Anlagen zu erschweren.

Im Gebiet der zu Spanien gehörenden Mittelmeerinsel Isla de Alborán barg der Seenotrettungsdienst 71 Flüchtlinge. Die Afrikaner hatten nach Angaben der spanischen Behörden versucht, mit zwei Schlauchbooten nach Spanien zu gelangen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nordafrika-Exklave: Massenansturm von Flüchtlingen auf spanische Exklave"

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  • Entweder ein Elektrozaun - mit Hinweisschilder wegen der Menschenrechte - oder die Exklave an Marokko verschenken.

    Keine grosse Sache.

  • "Die Präfektur warf den Flüchtlingen nach Medienberichten vom Freitag vor, bei dem Ansturm am Vortag ungewöhnlich gewaltsam gegen die spanischen Grenzbeamte vorgegangen zu sein. Nach Angaben der Behörde wurden zwölf Polizisten verletzt."
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    Es reicht allmählich! Das ist eine veritable Invasion von Illegalen. 12 krankenhausreif verletzte Polizisten? Es wird Zeit, daß die Polizei in solchen Fällen Gebrauch von der Schußwaffe macht oder aber die Polizei ist durch bewaffnete Grenztruppen zu ersetzen, die bei illegalen, gewalttätigen Eindringlingen nicht lange fackeln.

    "Seit Anfang dieses Jahres hatte es in Melilla mehr als 15 Massenanstürme von Flüchtlingen auf die Grenzanlagen der Stadt gegeben. Etwa 1300 Afrikanern gelang es dabei, spanisches Gebiet zu erreichen."
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    Wie gesagt, daß ist eine Invasion durch Illegale/Kriminelle.

    "Die Madrider Regierung hatte kürzlich entschieden, die Grenzzäune bei den Exklaven Melilla und Ceuta weiter auszubauen, um ein Überklettern der Anlagen zu erschweren."
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    Wie lange brauchen die denn noch dafür? Das hätte ich binnen weniger Tage, allenfalls Wochen angeordnet und durchgezogen: 3 Rollen NATO-Draht ZL auf der Krone (außen, oben drauf und innen) und der Spuk ist vorbei. Wer meint, da durchzukommen, lernt die messerscharfen Klingen dieser Drahtrollen kennen. Im übrigen sollte man Melilla und Ceuta mal systematisch durchkämmen (bei solchen Masseneinbrüchen den Hafen dichtmachen!) und alle Illegalen festnehmen und ausschaffen. Auch "schiffsbrüchige" Eindringlinge gehören *sofort* ohne Rechtsmittelmöglichkeit returniert.

    Es gibt nun einmal kein Menschenrecht der Einwanderung in die europäischen Sozialsysteme und Wirtschaftsflüchtlinge haben draußen zu bleiben! Punkt.
    Zudem gehört endlich ein Punktesystem wie in Kanada oder Australien her, das die Einwanderung auf eine solide Rechtsbasis stellt und vor allen Dingen streng selektiert nur Einwanderer reinläßt, die Europa, insb. aber Deuschland nützten. Der Rest s. einen Absatz höher!

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