Nordkorea
IAEA-Inspekteure messen nur geringe Strahlung in Yongyon

Die ersten Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehörde in Nordkorea sind ohne große Zwischenfälle verlaufen. Die Inspekteure haben zwar Strahlung gemessen, geben aber vorerst Entwarnung.

HB WIEN. Ein erstes Team von Atominspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist nach einer Reise zur Überwachung von abgeschalteten Atomanlagen in Nordkorea nach Wien zurückgekehrt. Die Mission sei ohne Probleme verlaufen, sagte Teamchef Adel Tolba nach der Rückkehr am Mittwochabend am Wiener Flughafen. Die Inspekteure hätten alle geplanten Inspektionen vornehmen können. Zu Berichten über eine erhöhte radioaktive Strahlung am Reaktorkomplex Yongbyon außerhalb der Hauptstadt Pjöngjang sagte Tolba, es seien in der Tat geringfügig erhöhte Strahlenwerte gemessen worden. Dies sei aber an einem Reaktorkomplex nicht ungewöhnlich.

Die Feststellung der erhöhten Werte habe die Inspektion etwas aufgehalten, aber schließlich hätten die IAEA-Inspekteure ihren Zeitplan einhalten können, sagte der Experte weiter. Der nordkoreanischen Regierung attestierte er große Kooperationsbereitschaft. Tolba und sein Team waren etwa zwei Wochen in dem kommunistischen Land und wurden am Sonntag von einem anderen Inspektorenteam abgelöst. Die Inspekteure überwachen die von der Regierung in Pjöngjang zugesagte Schließung der Atomanlagen.

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