Nordkorea
Kim Jong Un setzt Militär in Alarmbereitschaft

Mit einer Massenkundgebung und scharfer Rhetorik haben zehntausend Nordkoreaner gegen die militärische Manöver von Südkorea und den USA protestiert. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un setzt das Land unter höchste Alarmbereitschaft.
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Seoul/PjöngjangDas kommunistische Nordkorea hat zehntausende von Soldaten und Zivilisten zu einer Kundgebung gegen die Regierung des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak mobilisiert. Bei der am Sonntag im staatlichen Fernsehen übertragenen Massenveranstaltung in der Hauptstadt Pjöngjang riefen die Teilnehmer: „Lasst uns Lee Myung Bak zerreißen bis zum Tod!“. Nordkoreas Militärchef Ri Yong Ho verlas eine Erklärung vom Freitag, in der das oberste Truppenkommando mit einem „gnadenlos heiligen Krieg“ gegen Südkorea gedroht hatte.

Bei der Kundgebung auf dem nach dem früheren Staatschef benannten Kim-Il-Sung-Platz wurde auf Plakaten zudem zu „grausamer Bestrafung“ und „tausendfacher Rache“ aufgerufen.

Das Regime in Pjöngjang hatte zuletzt den Ton gegen den Nachbarn angesichts jährlicher Manöver der südkoreanischen Streitkräfte mit den USA verschärft. Die Manöver, die in der vergangenen Woche in Südkorea begonnen haben, bedrohen der nordkoreanischen Militärführung zufolge den Frieden und die Stabilität auf der Halbinsel. Auch hatte die Volksarmee südkoreanische Soldaten beschuldigt, Nordkoreas Führung durch sichtbar ausgestellte anti-nordkoreanische Parolen in Kasernen beleidigt zu haben. Washington und Seoul bezeichneten das Manöver als Routineübung.

Bei einem Besuch der sogenannten demilitarisierten Zone (DMZ) in Panmunjom, an der Grenze zu Südkorea, forderte Machthaber King Jong Un laut Staatsmedien das Militär zu anhaltend höchster Alarmbereitschaft auf. Sie seien „immer mit den Feinden konfrontiert“, erklärte Kim in Panmunjom nach einem Bericht der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA vom Sonntag. Es war, soweit bekannt, der erste Besuch Kims in die entmilitarisierte Zone seit dem Tod seines Vaters Kim Jong Il im Dezember.

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Geheime Atomtests 2010

Kommentare zu " Nordkorea: Kim Jong Un setzt Militär in Alarmbereitschaft"

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  • Wer nichts kann, muss sich mit militärischen Bewegungen wichtig machen!

  • Ja ja .... Der Koreanische Norden hat den Süden beschossen , warum weiß bis heute keiner !
    Rot China lässt sich nicht lange bitten wenn es um Taiwan geht , da werden schon mal Militärische Manöver abgehalten wobei (zufällig natürlich ) deren Hoheitsgebiet verletzt wird .
    In Syrien haben die Sozialisten Narrenfreiheit , dort wird Abgeschlachtet was vor dem Krummsäbel kommt und die Welt sieht zu (muss zusehen )

    Deutsche Sozialisten mit Diplomatenpass fahren gern mit dem Schiff nach "Gaza" um Ihre guten Kameraden im Stechschritt und mit ausgestrecktem arm zu begrüßen .

    In N-Korea gibt es hunger und Armut , gleichzeitig aber halten sie sich eine Armee mit über einer Mio Soldaten , in N-Korea ist der Hunger und Kältetod nichts außergewöhnliches , dennoch lassen sie sich ihr Atomprogramm richtig was kosten .

    Die Sozialisten sind und waren Mörder und Verbrecher an der Menschlichkeit , egal ob sie sich real existierend, oder National nannten .

    Diese Kims allerdings treiben es wirklich bunt in heutiger zeit !!!

  • und sie haben keine Manieren und keinen Anstand....damit steht es dann Unentschieden...
    Herzlichen Glückwunsch!

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