Nordkorea: Kim Jong Un traut sich

Nordkorea
Kim Jong Un traut sich

Zum ersten Mal seit seiner Machtübernahme will Nordkoreas Diktator angeblich sein Land verlassen. Kim Jong Un will nach Moskau reisen und im Mai den 70. Jahrestag des Sieges über Hitlerdeutschland feiern.
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SeoulNordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Medienberichten einen Besuch in Russland im Mai zugesagt. Moskau hatte Kim im Dezember zur Teilnahme an der Feier des 70. Jahrestags des Sieges über Hitlerdeutschland am 9. Mai eingeladen. Etwa 20 Staats- und Regierungschefs einschließlich des nordkoreanischen Herrschers hätten bestätigt, nach Russland fahren zu wollen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf das Präsidentenbüro in Moskau. Es wäre Kims erste Auslandsreise seit seiner Machtübernahme.

Der Kreml erwähnte jedoch laut Yonhap den nordkoreanischen Machthaber nicht mit Namen. Auch gebe es in Regierungskreisen in Seoul Zweifel, ob Kim wirklich zu einem Besuch in Moskau bereit sei. Es sei auch möglich, dass Nordkoreas protokollarisches Staatsoberhaupt, Kim Yong Nam, als „Repräsentant der Außenbeziehungen des Landes“ nach Russland reisen werde.

Kim Jong Uns Vater, Kim Jong Il, hatte 2011 kurz vor seinem Tod noch einmal Russland besucht. Im selben Jahr gab es auch Gespräche über den Bau einer Gasleitung durch Nord- nach Südkorea. Russland stellte dem verarmten Nachbarland Medien zufolge für den geplanten Gastransit nach Südkorea rund 100 Millionen Dollar im Jahr in Aussicht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ja, was soll man da noch sagen?

    Zwei Diktatoren mit patriotischem, jubelndem und kritiklosem Volk!!

  • Wo sind denn hier die moskaubezahlten Putin-Jünger geblieben? Wer den kleinen dicken Westentaschenhitler einlädt, dem kann man auch mit Propaganda nicht mehr helfen. Übrigens, deutsche Kopftuchspitzenpolitikerinnen zu Besuch bei Massenmördern im Iran ist ähnlich aussagekräftig und wäre auch einen Artikel wert.

  • Wo sind denn hier die moskaubezahlten Putin-Jünger geblieben? Wer den kleinen dicken Westentaschenhitler einlädt, dem kann man auch mit Propaganda nicht mehr helfen. Übrigens, deutsch Kopftuchspitzenpolitikerinnen zu Besuch bei Massenmördern im Iran ist ähnlich Aussagekräftig und wäre auch einen Artikel wert.

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