Nordkorea
Kranker Kim Jong II tritt öffentlich auf

Hinkend und abgemagert ist der nordkoreanische Staatspräsidenten erstmals seit drei Monaten wieder öffentlich aufgetreten. Die Bilder im Staatsfernsehen geben den Spekulationen über Kims körperliche Verfassung neue Nahrung.

PJÖNGJANG. Der gesundheitlich stark angeschlagene nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il ist zum ersten Mal seit drei Monaten wieder öffentlich aufgetreten. Das Staatsfernsehen zeigte den 67-jährigen Diktator am Mittwoch bei einer Gedenkfeier zum 15. Todestag seines Vaters und Amtsvorgängers Kim Il Sung. In den Aufnahmen schreitet Kim zu seinem Platz im Pjöngjang Auditorium und setzt sich und nimmt er an einer Trauerminute teil. Die Bilder zeigen den Diktator leicht hinkend, mit Glatze und leicht verzogenem Mundwinkel.

Kim, der nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes im Sommer 2008 einen Schlaganfall erlitten haben soll, war zum letzten Mal im April vor der neu gewählten Obersten Volksversammlung aufgetreten. Damals wirkte er stark gealtert und abgemagert. Seit längerem gibt es Spekulationen, wonach Kim sich darauf vorbereite, die Amtsgeschäfte an seinen jüngsten Sohn, Jong Un, zu übergeben. Dieser ist erst Mitte Zwanzig. Kim Jong Il hatte die Macht in Nordkorea im Jahr 1994 übernommen, nachdem sein Vater Kim Il Sung 82-jährig an Herzversagen gestorben war.

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