Nordkorea-Politik Trump lässt Außenminister Tillerson abblitzen

US-Außenminister Tillerson bietet Nordkorea Gespräche an - aber das Büro von Präsident Trump weist ihn in die Schranken. Verhandlungen mit der Regierung in Pjöngjang seien ausgeschlossen, so ein Sprecher.
Update: 13.12.2017 - 21:48 Uhr Kommentieren
Der US-Außenminister hatte Nordkorea Gespräche angeboten. Quelle: AP
Abfuhr für Rex Tillerson

Der US-Außenminister hatte Nordkorea Gespräche angeboten.

(Foto: AP)

WashingtonDas US-Präsidialamt hat Außenminister Rex Tillerson in der Frage des Umgangs mit Nordkorea erneut offen brüskiert. Einen Tag nach Tillersons Angebot zu direkten und nicht an Vorbedingungen geknüpfte Gespräche mit dem Regime in Pjöngjang über dessen Atomprogramm vertrat das Weiße Haus am Mittwoch die entgegengesetzte Position. Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates erklärte, solange die Regierung Nordkoreas „ihr Verhalten nicht grundlegend verbessert”, könne es keine Gespräche geben. „Angesichts des jüngsten Raketentests, ist jetzt ganz sicher nicht die Zeit für Gespräche”, sagte der Sprecher. Nordkorea hat seine Frequenz von Raketentests in den letzten Monaten deutlich erhöht und erklärt, es sei in der Lage die USA mit Atomwaffen anzugreifen.

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Tillerson hatte am Dienstag gesagt, Gespräche ohne Vorbedingungen könnten jederzeit stattfinden. „Lasst uns einfach zusammenkommen”, hatte er erklärt. Bereits früher hatte US-Präsident Donald Trump seinem Außenminister wegen dessen Bemühungen um eine diplomatische Lösung Zeitverschwendung vorgeworfen. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Spekulationen über eine bevorstehende Absetzung Tillersons gegeben. Offizielle Position der USA ist bislang, dass die Führung in Pjöngjang vor Gesprächen akzeptieren muss, über ein Ende des Atomwaffenprogramms zu reden. China begrüßte den neuen Vorstoß Tillersons.

  • rtr
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