
Peking/New YorkNach dem Start einer mehrstufigen Rakete im Dezember drohen Nordkorea schärfere Sanktionen des Weltsicherheitsrats. Nach südkoreanischen Berichten könnte ein entsprechender Resolutionsentwurf bereits Mitte der Woche im höchsten UN-Gremium zur Abstimmung kommen. China mahnt derweil zur Zurückhaltung.
Zu den laufenden Beratungen bei den Vereinten Nationen in New York sagte der Sprecher des Außenministeriums, Hong Lei, in Peking: „Die Reaktion sollte umsichtig und gemäßigt sein.“ Der Beschluss sollte eine weitere Eskalation verhindern und dem Frieden und der Stabilität auf der koreanischen Halbinsel dienlich sein, zitierten ihn chinesische Staatsmedien am Dienstag.
Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, könnte der UN-Sicherheitsrat schon am Mittwoch über den Entwurf abstimmen. Grundlage sei ein Kompromiss, den die USA und Südkorea mit China ausgehandelt hätten. Ursprünglich habe China nur eine allgemeine Erklärung mit einer Verurteilung angestrebt und neue Sanktionen abgelehnt. Der Entwurf sehe jetzt anstelle neuer Strafmaßnahmen aber vielmehr eine Verschärfung bestehender Sanktionen vor, zitierte Yonhap eine südkoreanische diplomatische Quelle.
„China hat konstruktiv an den jüngsten Verhandlungen des UN-Sicherheitsrates teilgenommen“, sagte der chinesische Sprecher in Peking lediglich, ohne Details zu nennen. Russland hat bereits seine Zustimmung zu dem Entwurf angekündigt. „Ich erwarte, dass Russland ihn unterstützen wird“, zitierte die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti den russischen UN-Botschafter Witali Tschurkin. Aus Moskaus Sicht sei der nordkoreanische Raketenstart ein Verstoß gegen frühere UN-Resolutionen. „Deswegen muss der Sicherheitsrat antworten.“
An Koreas Waffenstillstandslinie am 38. Breitengrad stehen sich zwei von Großmächten unterstützte militärische Regionalmächte gegenüber. Während im westlich orientierten Südkorea Angaben über das Militär meist öffentlich zugänglich sind, beruhen Daten zur Armee des abgeschotteten Nordens meist auf Schätzungen.
Rund 1,19 Millionen Streitkräfte stehen Nordkorea zur Verfügung. Davon entfallen 1,02 Millionen auf das Heer, 60.000 auf die Marine und 110.000 auf die Luftwaffe. Außerdem stehen 600.000 Reservisten bereit. Südkorea besitzt eine Truppenstärke von rund 655.000 Menschen, wobei 522.000 auf das Heer, 68.000 auf die Marine und 65.000 auf die Luftwaffe entfallen. Zusätzlich gibt es in Südkorea 4,5 Millionen Reservisten.
Nordkorea verfügt über 3.500 Kampfpanzer. In Südkorea sind es 2.750 an der Zahl.
10.774 Artilleriegeschütze befinden sich im Besitz von Südkorea. Mehr als das doppelte, insgesamt etwa 21.000 Stück sind es in Nordkorea.
Zu den Boden-Boden-Raketen zählen solche, die vom Boden aus gegen Bodenziele eingesetzt werden. Darunter fallen unter anderem Raketengranaten oder Panzerfäuste. 64 solcher Waffen hat Nordkorea zur Verfügung, 30 sind es in Südkorea.
Etwa 620 Kampfflugzeuge sind in Nordkorea für den Einsatz bereit, davon entfallen 458 auf Jagdflugzeuge, 80 sind reine Bomber. Südkorea verfügt über 490 einsatzbereite Kampfflugzeuge, worunter sich 467 Jagdflugzeuge befinden.
Über lediglich drei Kriegsschiffe verfügt Nordkorea - allesamt Fregatten. 47 Schiffe stehen Südkorea zur Verfügung, darunter ein Kreuzer, 6 Zerstörer, 12 Fregatten und 30 Korvetten.
Solche U-Boote sind für gewöhnlich mit Torpedos bewaffnet. 70 dieser Boote hat Nordkorea auf Lager, 23 sind es in Südkorea.
Nordkorea verfügt zusätzlich über 383 Küstenwachtboote. Südkorea kommt auf eine Zahl von 111.
Der Raketenstart am 12. Dezember diente nach nordkoreanischen Angaben dazu, einen Satelliten ins All zu bringen. Die USA und Südkorea werfen dem kommunistischen Land aber vor, vielmehr einen verdeckten Waffentest unternommen zu haben. Die Untersuchung der Trümmerteile habe ergeben, dass der Start der Unha-3-Rakete in Wirklichkeit ein Test zur Entwicklung von Interkontinentalraketen (ICBM) gewesen sei, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden können. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Raketenstart aufs Schärfste verurteilt.

Man sollte bei aller Kritik an den "Machthaltern" nicht vergessen das dieses Regime augenscheinlich macht anstrebt und skrupellos genug wäre eine Atombombe auch einzusetzen und das kann doch wol wirklich niemand wollen.
Günter Both

Hallo Anonym.
Juden haben einen Bonus in Deutschland.
Wenn man Jude ist, und Rechtsanwalt und Journalist, dann darf man sogar wenn man wegen Kokainmissbrauch rechtskräftig verurteilt ist, als vorbestrafter Rechtsanwalt weiter arbeiten und im Fernsehen Reden über Recht und Unrecht schwingen.
Als Mitglied der Rechtspflege und Vorbild für unsere Jungend.
Jedem deutschen Pommes-Budenbesitzer wird die Konzession entzogen und es gibt Knast.
Da haben evangelische Bischöfinnen, die zurücktreten, weil sie abends besoffen bei Rot über eine einsame Ampel gefahren sind, mehr Charakter.
Das ist eben der Unterschied; der deutsche verurteile Kokainkonsument fragt sich dann:
Warum hat man mir die Kneipe zugemacht und der Mann darf als Rechtsanwalt weiter arbeiten.
Ja- einen Bonus müsste man haben.
Viele Grüße
H. J. Weber

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Klar, dass
weder Südkorea noch China einen srarken "Konkurenten"
in ihrer Nähe wünschen. Russland und die USA mit ihren
Vetorechten machen ohnehin was sie wollen, werden von
niemandem kontrolliert, ausser von den Spionage-abteilungen.
Ok, es gab frühere Resolutionen und Verpflichtungen.
Darauf aufbauend kann man sich über Verstösse ärgern.
Eigentlich geht es nur die nord-koreanische Bevölkerung
etwas an, die auf Nahrung und Konsum verzichten muss für
ehrgeizige Prestige-Militärprojekte. Proteste in Sachen
Gefährdung des Friedens lasse ich nicht gelten,
angesichts der irrsinnigen Stellvertreterkriege der
Grossmächte rund um den Globus und Hightech-Forschung
mit Vorrang für das Militär und Kriegs-Drohungen etc. !
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