Nordkorea und der Raketenstart
Die Täuschungsmanöver des Kim Jong Un

Pjöngjang hat einen Raketenstart für Februar angekündigt. Japan und Südkorea sind alarmiert. Zwar verfolgen ausländische Experten die Aktivitäten in Nordkorea genau – doch das Regime schlägt ihnen einige Schnippchen.

Seoul, TokioHat Nordkorea tatsächlich – wie vom Regime behauptet – Anfang Januar eine Wasserstoffbombe gezündet? Darüber sind sich Experten auch Wochen später nicht einig. Und schon kündigt Nordkorea einen Raketenstart an. Zwischen dem 8. und 25. Februar werde ein Beobachtungssatellit ins All geschickt, ließ Pjöngjang nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) wissen.

Japan und Südkorea forderten prompt Nordkorea auf, seine Raketenpläne aufzugeben. Diese seien ein „ernsthafter Bruch“ von Uno-Resolutionen und eine „direkte Herausforderung“ der internationalen Gemeinschaft, erklärte die südkoreanische Regierung am Mittwoch.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einer „ernsthaften Provokation“. Der Verteidigungsminister erteilte den Streitkräften den Befehl, die Rakete zu „zerstören“, sollte sie auf japanischen Boden zu fallen drohen. Japan, das keine diplomatischen Beziehungen zu Pjöngjang unterhält, habe Nordkorea über diplomatische Kanäle seinen Protest übermittelt, sagte der japanische Außenminister Fumio Kishida.

Gerüchte über den Start einer Langstreckenrakete gab es schon länger, aber keine Beweise, denn Nordkorea verschleiert seine Aktivitäten inzwischen besser. Unter anderem der Bau einer neuen, größeren Abschussrampe, der auf Bildern kommerzieller Satelliten zu erkennen ist, deutete darauf hin, dass es sich bei dem Träger um eine überarbeitete Version des Raketentyps Unha-3 handeln könnte. Eine solche Rakete hatte 2012 von Sohae aus den ersten nordkoreanischen Satelliten in eine Umlaufbahn der Erde gebracht.

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