Nordkorea und Waffen

Staatschef Kim deutet Besitz von Wasserstoffbombe an

Sie ist zerstörerischer als die Atombombe: Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat angedeutet, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitzt. Wie gefährlich sie den USA werden kann, ist unklar.
Update: 10.12.2015 - 16:47 Uhr
Seit dem Koreakrieg herrscht Feindschaft zwischen den USA und Nordkorea. Quelle: dpa
Spitze gegen die USA

Seit dem Koreakrieg herrscht Feindschaft zwischen den USA und Nordkorea.

(Foto: dpa)

SeoulDer nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat angedeutet, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitzt. Kim sagte kürzlich laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Donnerstag, Nordkorea sei „ein mächtiger Atomstaat, der bereit ist, eine selbstständige Atombombe und eine Wasserstoffbombe zu zünden, um seine Souveränität zu verteidigen“. Demnach äußerte sich der Staatschef während eines Besuchs in einer ehemaligen Militäreinrichtung.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea hat bereits drei Atomwaffentests ausgeführt und damit internationale Empörung ausgelöst. Wasserstoffbomben verfügen über eine deutlich größere Sprengkraft als Atombomben. Bereits zuvor hatte Nordkorea darauf verwiesen, „stärkere, mächtigere“ Waffen zu besitzen. Kims Äußerung ist jedoch der erste explizite Hinweis auf eine Wasserstoffbombe.

So inszeniert sich der Diktator
Kim Jong Un
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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat seine Armee in volle Gefechtsbereitschaft versetzt. So heizt er den ständigen Konflikt mit Südkorea an. Doch er kann sich gut selbst Inszenieren.

Kim Jong Un
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Hier zeigt er sich mit der Fußball-Frauen-Nationalmannschaft.

Am Flughafen
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Die Frauen nahmen an einem Spiel in China teil.

Gut lachen
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Der Diktator zeigt sich gerne umgeben von seinen Militärs und Beratern.

Applaus
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...und lässt sich applaudieren.

Kim Jong Un
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Immer stich der Machthaber Nordkoreas auf den Fotos hervor.

„Quasi-Kriegszustand“
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Nun berät der Diktator mit seinem Staab darüber, ob er Südkorea angreifen soll: Sollte die Lautsprecher-Beschallung nicht bis Samstagnachmittag (10.00 Uhr MESZ) beendet sein, werde Nordkorea mit Militäraktionen beginnen, heißt es in einem an das südkoreanische Verteidigungsministerium per Brief übermittelten Ultimatum, in dem ein „Quasi-Kriegszustand“ erklärt wird.

Über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Es bestehen Zweifel, ob es ausreicht, um Atomsprengköpfe mit Raketen zu weit entfernten Zielen wie den USA zu tragen. Im September hatte Nordkorea einen umstrittenen Atomreaktor wieder in Betrieb genommen. US-Außenminister John Kerry sprach danach von einer „Provokation“.

  • afp
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