Nordkoreanisches Marineboot in Pufferzone eingedrungen
Südkoreas Marine feuert Warnschüsse ab

Einen Tag vor den Sechser-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm ist es am Dienstag an der umstrittenen Seegrenze zwischen beiden Koreas erneut zu einem kurzen Zwischenfall gekommen.

HB/dpa SEOUL/PEKING. Die südkoreanische Marine vertrieb nach Angaben des Generalstabs in Seoul mit Warnschüssen ein nordkoreanisches Patrouillenboot aus den Gewässern Südkoreas vor der Westküste.

Das Schiff war danach etwa einen halben Kilometer in die von Südkorea beanspruchte Pufferzone eingedrungen. Nach drei Minuten habe es abgedreht, nachdem ein Schnellboot zwei Schüsse abgegeben hatte. Das nordkoreanische Marineboot habe offenbar in dem Grenzgebiet chinesische Fischerboote verfolgt, hieß es.

Es war den Militärangaben zufolge das 16. Mal in diesem Jahr, dass Schiffe aus dem kommunistischen Nachbarland in südkoreanisches Gewässer eindrangen. Zuletzt wurde vor knapp einer Woche ein Zivilschiff aus Nordkorea mit Warnschüssen vertrieben. Beide Koreas befinden sich völkerrechtlich immer noch im Kriegszustand, da ein Friedensvertrag seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) bis heute nicht zu Stande gekommen ist.

Unterdessen traf die nordkoreanische Delegation mit Vizeaußenminister Kim Yong Il an der Spitze zu den Atomgesprächen in Peking ein. Bei den dreitägigen Gesprächen geht es um eine Einstellung des wieder aufgenommenen Atomprogramms in Nordkorea. An der Konferenz nehmen außer China und den USA auch Südkorea, Japan und Russland teil.

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