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Norwegen: Zwei Männer des Terrorismus schuldig gesprochen

Zwei Männer sind in Norwegen wegen Verschwörung zu einem Anschlag auf eine dänische Tageszeitung des Terrorismus schuldig gesprochen worden. Die Urteile waren die ersten nach den neuen Anti-Terror-Gesetzen.

Einer der Angeklagten, Shawan Sadek Saeed Bujak, neben seinem Verteidiger. Quelle: dpa
Einer der Angeklagten, Shawan Sadek Saeed Bujak, neben seinem Verteidiger. Quelle: dpa

OsloZwei Männer sind von einem norwegischen Gericht wegen Verschwörung zu einem Anschlag auf eine dänische Tageszeitung des Terrorismus schuldig gesprochen worden. Die „Jyllands-Posten“ war wegen des Abdrucks von Karikaturen des Propheten Mohammed ins Visier von muslimischen Extremisten geraten. Die Urteile vom Montag waren die ersten nach den neuen norwegischen Anti-Terror-Gesetzen.

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Das Bezirksgericht Oslo verurteilte einen Täter, den der Richter als Rädelsführer bezeichnete, zu sieben Jahren Gefängnis. Ein weiterer Angeklagter erhielt eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Ein dritter Beschuldigter wurde vom Vorwurf des Terrorismus freigesprochen, allerdings wegen Hilfe bei der Beschaffung von Sprengstoff zu vier Monaten Haft verurteilt. Zunächst blieb unklar, ob einer der Verurteilten Berufung gegen das Urteil einlegen wird.

Der Haupttäter habe „den Anschlag gemeinsam mit Al-Kaida geplant“, sagte der Vorsitzende Richter. Der zweite Täter sei zwar weit in die Anschlagsvorbereitungen einbezogen gewesen, habe von den Verbindungen zu dem Terroristennetzwerk aber nichts gewusst. Der dritte Angeklagte hatte die Polizei bei ihren Untersuchungen unterstützt.

Die drei Männer wurden im Juli 2010 festgenommen. Sie legten Teilgeständnisse ab, wiesen aber die Terrorismusvorwürfe und Kontakte zu Al-Kaida zurück. Der Haupttäter, ein chinesischer Muslim, sagte aus, er habe einen Solo-Anschlag auf die chinesische Botschaft in Oslo geplant. Es sei als Rache für die Unterdrückung der Uiguren in China gedacht gewesen, sagte der 1999 nach Norwegen eingewanderte Verurteilte.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft wollte die Terrorzelle einen Anschlag auf die „Jyllands-Posten“ verüben, änderte dann aber ihre Pläne und zielte auf einen der Zeichner ab. Der Haupttäter habe geplant, den Anschlag selbst auszuführen, indem er die Bombe außerhalb der Büros der „Jyllands-Posten“ in Aarhus deponiert, sagte der Richter.

Vor ihrer Festnahme wurden die drei Männer über ein Jahr von den Behörden observiert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP wurden die norwegischen Behörden von US-Diensten informiert, die durch abgefangene E-Mails eines Al-Kaida-Mitglieds in Pakistan auf die Anschlagspläne in Oslo aufmerksam wurden.

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