"Not welcome, Mr. Bush": Aktionsbündnis demonstriert gegen Bush

"Not welcome, Mr. Bush"
Aktionsbündnis demonstriert gegen Bush

Mehrere tausend Menschen haben US-Präsident George W. Bush am Mittwoch in Mainz bei einer Demonstration Kriegstreiberei vorgeworfen. Nach Polizeiangaben wurden insgesamt rund 6000 Teilnehmer für den Demonstrationszug durch die Mainzer Innenstadt erwartet. Die Strecke war streng von der Sicherheitszone und den Stationen Bushs in Mainz abgetrennt.

HB MAINZ. Die Gegner der US-Politik hielten unter anderem Plakate mit den Parolen „Kein Krieg für falsche Freiheit“ und „Master of War go home“ („Herr der Kriege, geh nach Hause“) „The world is safer without George W“ (Die Welt ist sicherer ohne George W), „God bless America with reason“ (Gott segne Amerika mit Vernunft) oder „Dabbeljuu - not welcome Duu“. in die Höhe. Zu dem Protest hatte das Aktionsbündnis „Not welcome, Mr. Bush“ aufgerufen, ein Zusammenschluss von Friedensbewegung, Globalisierungskritikern und Umweltschützern.

"Herr Bush, verlassen Sie unser Land, denn Sie sind verantwortlich für den völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Irak und die dortige Besatzungspolitik der Vereinigten Staaten“, forderte ein Redner auf der Kundgebung in der Mainzer Innenstadt. Ein demonstrierender US-Bürger beklagte sich, die Polizei habe sein Plakat beschlagnahmt, weil es Bush als ausländisches Staatsoberhaupt beleidige. Es habe den Schriftzug „Terrorist Nummer 1“ auf einem Porträt des US-Präsidenten getragen. „Die USA sollten aus dem Irak abziehen, sonst gibt es ein zweites Vietnam“, sagte der New Yorker Matthew Specter, der in Frankfurt arbeitet.

Als zwei Greenpeace-Aktivisten ein großes Plakat auf einem Dach am Bahnhof ausrollen wollten, wurden sie von etwa zehn Bundesgrenzschutzbeamten weggezogen. Zuvor war es Greenpeace- Aktivisten gelungen, ein Schlauchboot in den Rhein zu lassen und damit in die Sicherheitszone nahe des Kurfürstlichen Schlosses zu fahren. In dem Gebäude hatten sich Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bush zu Gesprächen getroffen.

Bereits als George W. Bush die Nato und die EU in Brüssel besuchte, war es zu Demonstrationen gekommen. Dabei war es, anders als in Mainz, auch zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei hat am Dienstagabend 23 Personen vorläufig festgenommen. Etwa 200 Personen warfen im Europaviertel Steine und Molotow- Cocktails gegen Polizeibeamte, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Insgesamt demonstrierten etwa 1000 Menschen gegen die Bush-Visite.

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