Notenbankchef
Slowenien schließt Rettungshilfen nicht aus

Eigentlich wollte der osteuropäische Staat seine Probleme ohne Hilfe von außen lösen. Doch die Zentralbank schließt den Schritt nicht aus. Insbesondere der Finanzsektor könnte das Land zum Krisenfall machen.
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LjubljanaBei der Sanierung des maroden Bankensektors sind für Sloweniens Zentralbank internationale Rettungshilfen nicht tabu. "Wir wollen nichts ausschließen und nichts vorhersagen", betonte EZB-Ratsmitglied Marko Kranjec am Dienstag vor der Presse in Ljubljana. Die Regierung hat stets betont, das osteuropäische Land werde das Problem aus eigener Kraft lösen und kein Fall für den Euro-Rettungsschirm.

Die großen Geldhäuser des Landes sitzen auf einem hohen Berg fauler Kredite: Fast ein Fünftel der Darlehen ist nach Angaben der Notenbank ausfallgefährdet. Doch dürfte nach ihrer Ansicht eine geplante Kapitalerhöhung im Volumen von 900 Millionen Euro ausreichen, um die Banken über Wasser zu halten.

Kritiker warnen, die Probleme des Finanzsektors könnten Slowenien zum nächsten Krisenfall in der Euro-Zone machen und unter den Rettungsschirm ESM drängen. Ein Reform- und Sparprogramm soll dies verhindern. Neben der Veräußerung von Staatsbeteiligungen und der Bankensanierung sind eine Anhebung der Mehrwertsteuer sowie Lohnkürzungen im Staatsdienst geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Notenbankchef: Slowenien schließt Rettungshilfen nicht aus"

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  • "Slowenien schließt Rettungshilfen nicht aus"
    Wen will Slowenien denn retten?

  • Wieder ein gefundenes Fressen für die AfD! Man kann nur hoffen das Sie auf die ganzen Eurorettungen darauf aufbauen das diese nicht funktionieren siehe Fall "Zypern"!

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/04/fitch-euro-rettung-in-zypern-vor-dem-scheitern/

  • Unsere feine Euro-Rettungs-Regierungstruppe hat ja lange versucht, die Slowenen noch schnell unter den Rettungsschirm zu bekommen, bevor der Wahlkampf so richtig losgeht.
    Da wollten die Slowenen noch nicht.
    Jetzt kommt es aber doch - welche Überraschung!
    Und hoffentlich kommt es mit ordentlichem Getöse ganz kurz vor dem 22. September!
    Ich freue mich auf die BT-Wahl!
    Ich wähle die Euro-Retter in ihrer Block-Einigkeit einfach ab, denn ich bin NICHT einverstanden mit dem Verschleudern von europäischem und deutschem Geld für ein total aus dem Ruder gelaufenes, völlig verfehltes Euro-Rettungskonzept!
    Diese Währung passt nicht!
    Lasst die südlichen Länder aus dem € austreten und die verbleibenden Länder mit annähernd gleichem Wirtschaftsniveau in 1 Verbund (Euro?) OHNE gemeinschaftliche Haftung zusammen stehen!
    Wählt die AfD!
    Alternative für Deutschland.

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