Notenbanken: Brexit gefährdet Finanzplatz London

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Brexit gefährdet Finanzplatz London

Der österreichische Notenbank-Chef ist sich sicher: Falls Großbritannien tatsächlich aus der EU aussteigt, hat das verheerende Folgen für den Finanzplatz London. Auch eine Bargeldobergrenze sieht er kritisch.

BrüsselEin Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union hätte nach Einschätzung von Österreichs Notenbank-Chef Ewald Nowotny Folgen für die Finanzmetropole London. Man müsse sagen, „dass ein Ausscheiden Großbritanniens aus der EU, aus meiner Sicht, auch verbunden ist mit dem Verlust jeglicher Privilegierung des Finanzplatzes London“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Brüssel.

„Und wir wissen, dass der Finanzplatz London für die englische Wirtschaft von einer nicht unerheblichen Bedeutung ist.“ Die Hauptstadt steuert den größten Teil zu den Steuereinnahmen Großbritanniens bei. Immer mehr Briten sind einer Umfrage zufolge für einen EU-Austritt.

Nowotny sprach sich zudem gegen die von Deutschland forcierte Einführung einer Obergrenze für Bargeldgeschäfte aus. Dafür gebe es keinen Grund, sagte Nowotny. Die Bundesregierung will auf europäischer Ebene ein Limit von 5000 Euro für alle Barzahlungen durchsetzen. Geldwäsche, Steuerhinterziehung und die Terrorismus-Finanzierung sollen so wirksamer bekämpft werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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