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Diskussion: Kommentare zu: Asmussen drängt auf schnelle Hilfe für Zypern

Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 10.02.2013, 20:14 UhrDr.NorbertLeineweber

    Draghi schickt Asmussen vor um Frankreich indirekt zur Einhaltung der Haushaltsziele aufzufordern. Hollande hat gerade für sein französischen Bauern abgeräumt, vgl. fortunanetz. Seit wann muss sich denn Frankreich an etwas halten außer an seine Industrie- und Subventionspolitik. Asmussen hätte bei den Außenhandelszahlen ganz klar das Ausscheiden aus dem Euro empfehlen müssen, genauso wie den anderen, die strukturell im Hintertreffen sind. So kommt die Botschaft etwas verlogen `rüber.

    • 10.02.2013, 21:34 UhrHOLLA

      Sehe ich etwas anders. Merkel u. Schäublino schicken Ihren Wadenbeisser bei der EZB los die Franzosen zum Sparen anzuhalten. Da Frankreich unser wichtigster weil größter Handelspartner innerhalb der Eurozone wie auch der EU ist, wird sich dies einschneidend auf unsere Handelsbilanz auswirken. Die Chancen so etwas dann tatsächlich in die Realität um zusetzten gehen hingegen tendenziell gegen Null. Merkel wird im Wahljahr in Deutschland keine steigenden Arbeitslosenzahlen dulden soviel sollte klar sein. Ein weiter so nach den Wahlen wird jedoch unmöglich sein sofern es noch zu Wahlen kommt versteht sich :-)

    • 11.02.2013, 10:28 UhrStaatsverbrechen

      Asmussen ist die wandelnde Inkarnation des Peter-Prinzips. Der war auf seiner früheren Stelle im Finanzministerium schon fehl am Platze und völlig überfordert. Der hat damals mit der Freigabe der asset backed securities schon den Ruin Deutschlands in die Wege geleitet. Jetzt wird er offenbar den Ruin Europas mit der "Rettung" der Verbrecherinsel Zypern und anderen ähnlichen Manövern herbeiführen. Es ist mir völlig unverständlich, wie ein so erwiesenermaßen unfähiger und gemeingefährlicher Mann so weit aufsteigen kann. Aber bei der Bundeskanzlerin muss man sich über Nichts wundern.

      Nicht Zypern ist systemrelevant! Der einzige systemrelevante Staat in Europa ist Deutschland. Und Deutschland wird gerade von Typen wie Asmussen und den Flachpfeifen in Berlin an die Wand gefahren. Wenn hier nichts mehr zu holen ist (und das wird bald sein), ist der Euro am Ende. Dann verabschieden sich unsere "Freunde" und lassen uns mit ihren früheren Schulden in Altersarmut und mit verfallender Infrastruktur verrecken.


    • 11.02.2013, 10:50 Uhrmkn

      Ganz einfach: wer sich zuerst bewegt hat verloren.

      Will sagen: Russland wird Zypern nicht in die Zahlungsunfähigkeit rutschen lassen, dazu haben zu viele einflussreiche Russen zu viel Geld dort!

      Wenn schon Zypern/dessen Banken als "systemrelevant" gelten, dann kann es keine systemunrelevante Banken mehr geben.

      Kein Geld für ein Land, dass sich null,null an das hält, was man in Europa als Mindeststandard erwartet: Siehe 20 Mrd€ Russengelder (ja, ja, bestimmt alles legal erwirtschaftet und versteuert....)und Drehscheibe zur Umgehung von EU-Exportembargos (Wir wurden als Maschinenbauer von einem Kunden - den wir aufgrund jüngst verschärften Embargo nicht beliefern werden - gebeten, die Ware doch in Zypern einzulagern und "zu vergessen"! Scheint wohl von ihm als gängige Praxis gesehen zu werden...)

      Wer den Eurowahnsinn stoppen will, muss die Freien Wähler wählen und unterstützen, derzeit die einzige Partei die zur "Alternativlosigkeit" der Regierung für Alternativen eintritt (Parallelwährung für Südstaaten, Nord-/Südeuro....)

  • 10.02.2013, 20:20 UhrMarco99

    Hollande fordert die Schleusen aufzumachen und sich nicht so anzustellen in Sachen Schulden. Man braucht einen weichen Euro. So oder so ähnlich denken alle Staatenlenker aus dem Süden. Sie haben ihre Währungen ja in der Vergangenheit auch fortwährend inflationiert. Inflation ist die "Reform" des Südens. Das Mittel der Wahl. Sonne statt Arbeit, Schummeln statt Ehrlichkeit, Betrug statt Zuverlässigkeit. Und in Deutschland gibt es Burnout-Epidemien, grassierende Kinderlosigkeit, Familien zerbrechen unter der Last und dem Stress des Alltags. Und der Lohn ist, dass die Menschen in unserem Land von der eigenen Politiker-Pest ihrer Leistung beraubt werden. Jedem zweiten hierzulande droht drastische Altersarmut, die Altervorsorge - weginflationiert. Ganze Lebensleistungen marginalisiert. Und im Süden lachen sie über uns - zurecht. Der Euro gehört abgeschafft. Alle wissen es aber keiner hat den Mut es zuzugeben.

    • 11.02.2013, 07:46 UhrGung Bong

      Klare, einfache Analyse der Zustände. So schauts´aus.

    • 11.02.2013, 08:22 UhrMicha

      Volle Zustimmung!

    • 11.02.2013, 09:10 UhrBengel01

      Besser kann man es nicht zusammenfassen, volle Zustimmung, Marco99!

    • 11.02.2013, 09:50 UhrZecke

      Der Euro wird nie abgeschafft werden, wer das immer noch denkt und damit spekuliert ist ein Träumer und Realitätsfremd.

      Man wird mit der Währung und allen Euroländern zusammen untergehen, oder eben die Kurve kriegen.

      Es wird definitiv keine nationale und autonome Lösung geben.

    • 11.02.2013, 09:50 Uhrbecker

      Respekt für die Schilderung der "REALEN" Verhältnisse in Deutschand!
      Den meisten ist (und kann...) es (noch) nicht bewusst (sein), wie fragil und unsicher die derzeitige Lage ist. Versteckte Armut haben wir derzeit schon in Deutschland. Die "Tafeln" mit kostenloser Essensausgabe brummen in Deutschland, täglich werden es mehr an Bedürftigen. Auch die Nachbarin in hochwertiger Garderobe stellt sich mittlerweile an. Passt zwar nicht zum Thema, aber lasst einfach den "Suppenkasper" Berluscconi wieder in Italien an die Regierung kommen....dann war´s das. Lasst einfach mal China eine "harte" Landung der Wirtschaft erleben....dann war´s das. Lasst einfach mal.....

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