Notenbanker
Smaghi könnte EZB-Posten doch räumen

Der Italiener Bini Smaghi könnte doch noch das Direktorium der Europäischen Zentralbank verlassen. Smaghi ist von Frankreich und Italien zum Rücktritt aufgefordert worden - um Platz für einen Franzosen zu schaffen.
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ParisDer unter Druck stehende italienische Notenbanker Lorenzo Bini Smaghi ist nach Informationen aus französischen Regierungskreisen doch bereit, seinen Posten bei der EZB zu räumen. „Das Problem für Lorenzo Bini Smaghi ist nicht, ob er geht oder nicht, sondern er fragt sich, was am Ende aus ihm wird“, sagte am Mittwoch eine Person aus dem Umfeld des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Bini Smaghi wolle Klarheit über seine berufliche Zukunft, dann werde er seinen Platz im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) wohl auch räumen.

Bini Smaghi steht derzeit unter Beschuss aus Frankreich und seinem Heimatland Italien. Sein eigentlich noch bis Ende Mai 2013 garantierter Sitz im sechsköpfigen Vorstand der EZB stört das komplizierte politische Gleichgewicht in der Zentralbank.

Wenn nämlich Bini Smaghis Landsmann Mario Draghi im Herbst als Nachfolger des Franzosen Jean-Claude Trichets an die Spitze der EZB aufrückt, säßen im Direktorium zwei Italiener, aber kein Franzose mehr. Die Regierungen in Rom und Paris haben Bini Smaghi deshalb bereits zum Rücktritt aufgefordert, dieser weigert sich aber bislang.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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