Nothilfen der EU
Milliardenhilfen für Dürre-Opfer in Aussicht gestellt

Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne) hat die möglichen EU-Hilfen für die von der Dürre betroffenen deutschen Landwirte einem Zeitungsbericht zufolge auf knapp 1,8 Mrd. € beziffert.

Reuters BERLIN. Diese Summe stehe in Brüssel für deutsche Landwirte abrufbereit zur Verfügung, wurde die Ministerin in einem Vorabbericht der „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) zitiert. Mit 1,7 Mrd. € würden Getreidebauern unterstützt, weitere 80 Mill. könnten Rinderzüchter in Anspruch nehmen. Im Rahmen eines Existenzsicherungsprogramms könnten betroffene Landwirte, deren Hof von der Schließung bedroht sei, auch mit Hilfen vom Bund rechnen. Bei dem am Donnerstag in Berlin angesetzten Bund-Länder-Spitzengespräch zu den Dürreschäden erwarte sie zunächst Vorschläge der Länder über Art und Umfang dieser Programme. Der Bund werde sich beteiligen, wenn die Schäden in Folge der Trockenheit nationale Ausmaße annähmen.

Nach einer Einschätzung des Statistischen Bundesamtes aus der vergangenen Woche ist eine deutlich schlechtere Getreideernte zu erwarten. Demnach werden in diesem Jahr nur 35,1 Mill. Tonnen Getreide (ohne Körnermais) eingefahren. Dies seien 11,5 % weniger als 2002 und fast 17 % weniger als im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Auch der Deutsche Bauernverband und die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) waren von einem Rückgang zwischen zehn und 15 % ausgegangen. Der Bauernverband rechnet auf Grund der anhaltenden Trockenheit mit Ertragsausfällen in Höhe von einer Milliarde Euro und dringt seit Wochen auf Hilfen für die Landwirte.

In Brüssel will am Donnerstag der zuständige EU-Ausschuss über Hilfen für die Landwirte beraten. Ein Vertreter der EU-Kommission hatte angekündigt, es werde erwogen, ohnehin geplante Zahlungen an Getreidebauern auf Oktober von November vorzuziehen.

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