Notoperation ARD-Korrespondent in Syrien angeschossen

Der ARD-Korrespondent Jörg Armbruster ist in Syrien angeschossen worden. Der 65-Jährige ist schwer verletzt und wird nach einer OP in der Türkei behandelt. Armbruster drehte eine Reportage über die syrischen Rebellen.
Update: 31.03.2013 - 12:23 Uhr 11 Kommentare
Der ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster ist im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden. Quelle: dpa

Der ARD-Auslandskorrespondent Jörg Armbruster ist im nordsyrischen Aleppo angeschossen worden.

(Foto: dpa)

Hamburg/StuttgartDer langjährige ARD-Fernsehkorrespondent für die Arabische Welt, Jörg Armbruster, ist bei Dreharbeiten in der Stadt Aleppo im Norden von Syrien angeschossen worden. Der erfahrene Reporter sei am Freitag in einen Schusswechsel geraten und dabei schwer verletzt worden, hieß es am Samstagabend in der "Tagesschau". Demnach gelang es am Samstag, Armbruster in die Türkei zu bringen.

Nach Angaben des Südwestrundfunks wurde Armbruster nach dem Vorfall zunächst in einem syrischen Krankenhaus notoperiert. In der Türkei wird er nun weiter behandelt. Er sei schwer verletzt, sein Zustand sei jedoch stabil, sagte SWR-Sprecher Wolfgang Utz am Sonntag. Gemeinsam mit dem SWR-Hörfunkreporter Martin Durm könne Armbruster voraussichtlich am Montag nach Deutschland ausgeflogen werden.

Armbruster war seit Anfang dieser Woche gemeinsam mit Durm im Gebiet der Freien Syrischen Armee, um eine Reportage über die syrischen Aufständischen zu drehen. Die vor allem aus Deserteuren gebildete Armee führt seit rund zwei Jahren einen bewaffneten Kampf gegen die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Im Zuge des Bürgerkrieges wurden nach UN-Schätzungen bereits mehr als 70.000 Menschen getötet.

Der aus Tübingen stammende Armbruster hatte erst im Januar 2013 die Leitung des Auslandsstudios in Kairo abgegeben, von wo aus er mehrere Jahre lang für die ARD und den SWR über die arabische Welt berichtet hatte. Dabei erlebte er die Umwälzungen im Zuge des Arabischen Frühlings mit und berichtete aus Kairo etwa live über den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak am 11. Januar 2011.

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11 Kommentare zu "Notoperation: ARD-Korrespondent in Syrien angeschossen"

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  • Saudämliches Gelabere!!!
    Armbruster ist einer der fähigsten Kriegsreporter!
    Bevor man hier so die Schnauze aufreisst.... geht doch selbst hin...... mal sehen, WO ihr bleibt!
    ENDE!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 65 Jähriger Opa--ARD

    das passt doch alles zusammen, nach dem Systemcrash wird es eine ARD in dieser Form nicht mehr geben.

    Und OPA muß aufpassen das er noch seine Rente ausbezahlt bekommt--da er bei diesem Lügen-Verein mitgemacht hat.

  • Wolf-Wuff@

    Eierschützer nicht vergessen !

  • schickt doch Roboter nach Syrien ?

  • Ich bin selber Photograph. Sollte ich jemals in die Verlegenheit kommen, einen Job in derart bleihaltigem Gebiet machen zu müssen, muß eine kugelsichere Weste her oder wenigstens als Minimalschutz ein T-Shirt aus Kevlar-Gewebe, ggf. eben auf eigene Kosten, wenn der Auftraggeber das nicht übernimmt.

    Gleichwohl wünsche ich Herrn Armbruster natürlich schnelle und vollständige Genesung!

  • Gute Besserung erst einmal.
    Aber jeder Journalist weiß, wenn er in ein Kriegsgebiet geht, kann was passieren

  • Warum werden überhaupt Journalisten nach Syrien geschickt? Steht doch schon ohnehin fest wer die Guten und wer die Bösen sind.

    Assad + bestehende Regierung = Böse
    Terroristen, die als Rebellen bezeichnet werden = Gute

    Zeit- und Geldverschwendung und den Einschuss hätte er sich auch ersparen können.

  • auch als "embedded journalist" der CIA MI6 SS-France ( siehe Irak Iran Afghanistan ) empfiehlt es sich eindeutige Kennzeichnung als "PRESS " "German TV " zu tragen;
    die Verteilung von Backschisch an " Insurgenten " könnte ebenfalls diverse strafrechtliche Tatbestände des StGB erfüllen ...

    offenbar haben die Verantwortlichen der ARD Medien den Schuss nicht gehört und glauben einen PrivatKrieg führen zu dürfen

  • Bei den meisten Sendern nimmt man für die Krisenberichterstattung eigtl. freie Journalisten, auf Rechnung, keine Angestellten, um Regressansprüche von vornherein auszuschließen.

    Aber mit 65 Jahren in Syrien im Kugelhagel herumturnen - man kann es auch übertreiben.

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