Notstandsvollmachten der Regierung verlängert
14 Menschen in Bagdad entführt

Entführungen, Anschläge und Attentate haben die Menschen im Irak auch am Montag nicht zur Ruhe kommen lassen: Nahe einer Universität in Bagdad wurden nach Angaben des Innenministeriums 14 Menschen verschleppt.

HB BAGDAD. Bei mehreren Bombenexplosionen wurden in der irakischen Hauptstadt mindestens fünf Menschen getötet. Südlich von Bagdad fand die Polizei im Tigris sieben geköpfte Leichen, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden waren. In Basra im Süden Iraks wurden bei einem Angriff von Aufständischen ein britischer Soldat getötet und ein weiterer schwer verletzt.

Bei der Geiselnahme seien die Täter in der Umgebung eines Computerladens nahe der Technischen Universitätin in Fahrzeugen vorgefahren, die für gewöhnlich auch irakische Sicherheitskräfte benutzten. Erst am Sonntag waren 26 Arbeiter einer Fleischfabrik in der Hauptstadt entführt worden. Über ihr Schicksal wurde am Montag nichts bekannt. Im Irak werden mittlerweile fast jeden Tag Menschen verschleppt. Viele Geiseln werden später tot mit Folterspuren und gefesselten Händen gefunden.

Bei den jüngsten Bombenanschlägen riss eine Explosion im Zentrum von Bagdad drei Menschen in den Tod und verletzte acht weitere. Bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeipatrouille im Norden Bagdads wurden zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt.

Um der weiter ausufernden Gewalt Herr zu werden, verlängerte das irakische Parlament erneut die Notstandsvollmachten der Regierung um einen Monat. Einige sunnitische Abgeordnete sprachen sich dagegen aus. Die irakische Regierung verfügt seit 2004 über besondere Vollmachten, um die bürgerkriegsähnlichen Zustände in dem Land seit dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten 2003 zu beenden. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) fallen täglich etwa 100 Menschen der Gewalt im Irak zum Opfer.

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