Nummer 27 der 55 meistgesuchten Iraker
Irakischer Ex-Minster hat sich gestellt

Der frühere irakische Verteidigungsminister Sultan Haschim Ahmed hat einem Bericht des arabischen TV-Senders El Dschasira am Freitag sich einem Vermittler zufolge den US-Truppen im Irak ergeben.

HB BAGDAD/MOSUL. Der arabische TV-Sender El Arabija berichtete zusätzlich, die die US-Truppen hätten dem Ex-Minister, der nicht zum Clan Saddam Husseins gehört, eine gute Behandlung zugesichert. Sultan Haschim war seit Juli 1995 Verteidigungsminister. Er ist die Nummer 27 auf der US- Liste der 55 meistgesuchten Iraker.

Bei einem erneuten Überfall auf eine US- Patrouille im Irak sind in der Nacht zum Freitag drei weitere amerikanische Soldaten getötet worden. Wie der US-Sender CNN unter Berufung auf Militärkreise berichtete, wurden die Soldaten nahe Tikrit, der Geburtsstadt des gestürzten irakischen Staatschefs Saddam Hussein, angegriffen, als sie eine Artilleriestellung untersuchen wollten. Zwei Soldaten seien bei dem heftigen Schusswechsel verletzt worden. Der Vorfall habe sich in der Nähe von einem früheren Palast Saddams ereignet.

Wenige Stunden zuvor waren bei einem Angriff im Westirak nach widersprüchlichen Meldungen bis zu acht US-Soldaten getötet worden. Irakische Augenzeugen sprachen von 15 verletzten Amerikanern und zwei verletzten Irakern. Der arabische TV-Senders El Arabija meldete dagegen, mindestens acht US-Soldaten seien bei dem Zwischenfall in der Stadt El Chalidija getötet und mehrere verletzt worden. Von US- Seite gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme.

Augenzeugen sagten, die Soldaten hätten nach dem Panzerfaustangriff auf einer Schnellstraße auf mehrere Häuser und zwei Fahrzeuge geschossen, darunter ein Auto der Nachrichtenagentur AP. Auch der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete von mehreren Todesopfern unter den US-Soldaten. Kurz nach dem Angriff transportierte ein US-Militärfahrzeug mindestens einen völlig zerstörten Lastwagen ab.

Anschließend zogen 200 Iraker jubelnd zum Ort des Angriffs. Einige von ihnen schwenkten Bilder von Saddam Hussein. Am Vortag war in einem Saddam zugeschriebenen Tonband zum verstärkten Kampf gegen die US-Soldaten im Irak aufgerufen worden.

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