Obama-Besuch in Kuba: US-Regierung lockert Handelsembargo weiter

Obama-Besuch in Kuba
US-Regierung lockert Handelsembargo weiter

Als erster US-Präsident in fast 90 Jahren reist Barack Obama am Sonntag nach Kuba. Der dreitägige Besuch gilt als historisch. Kurz zuvor lockert die US-Regierung das Handelsembargo gegen den Karibikstaat weiter.

WashingtonDie US-Regierung hat kurz vor der historischen Reise von Präsident Barack Obama nach Kuba das Handelsembargo gegen den sozialistischen Karibikstaat weiter gelockert. Ab Mittwoch sollen US-Bürger einfacher das Land besuchen können, wie das Finanz- und das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilten.

Der neue Maßnahmenkatalog erlaubt unter anderem auch dem US-Bankensystem, Transaktionen von kubanischen Institutionen und Bürgern abzuwickeln. Bislang war Kuba die Nutzung des US-Dollar im internationalen Handel weitgehend untersagt.

Obama reist am Sonntag als erster US-Präsident in fast 90 Jahren nach Kuba. Der dreitägige Besuch gilt als historisch. Beide Länder hatten Ende 2014 völlig überraschend eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis eingeleitet. Im Juli vergangenen Jahres nahmen Washington und Havanna diplomatische Beziehungen wieder auf. Diese sollen nun nach und nach normalisiert werden.

Seit Anfang 2015 hat die US-Regierung das Wirtschafts- und Handelsembargo gegen Kuba mehrfach gelockert. So dürfen unter anderem US-Bürger den Karibikstaat etwa aus Studienzwecken oder familiären Gründen besuchen. Reine Tourismus-Reisen sind weiterhin verboten.

Das in den 1960er Jahren verhängte Embargo gegen Kuba kann nur vom US-Kongress vollständig aufgehoben werden - dort sperrt sich bislang die republikanische Mehrheit.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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