Obama in Argentinien: Warme Töne in Buenos Aires

Obama in Argentinien
Warme Töne in Buenos Aires

US-Präsident Barack Obama wirbt in Argentinien für einen „Neuanfang“ beim schwierigen Verhältnis beider Länder. Und US-Konzerne kündigen Investitionen in Höhe von mehr als 16 Milliarden Dollar an.

Buenos Aires, San FranciscoUS-Präsident Barack Obama hat am ersten Tag seines Argentinien-Besuchs die Unterstützung der Menschenrechte und die Förderung der Auslandsinvestitionen als Eckpfeiler eines Neustarts der Beziehungen beider Länder genannt. „Dies ist ein Neuanfang“, sagte Obama am Mittwochabend (Ortszeit) beim Galaessen, mit dem ihn sein Kollege Mauricio Macri im Kulturzentrum Néstor Kirchner bewirtete. Macri sprach von „reifen und vernünftigen“ Beziehungen, die auf Dialog, gegenseitigem Nutzen und gemeinsamen Verantwortungen basierten.
Auf einer Pressekonferenz im Regierungssitz Casa Rosada hatte Obama wenige Stunden vorher angekündigt, US-Unternehmen wollten in Argentinien mehrere Milliarden Dollar investieren. Die Staatschefs unterzeichneten unter anderem Verträge zur Förderung der Investitionen und zum Abbau der Handelsbarrieren zwischen beiden Ländern. Obama lobte Macris „rasche Umsetzung“ von Wirtschaftsreformen, durch die Argentinien wieder Anschluss an die globale Wirtschaft finde.

Am Abend bestätigte der Vorsitzende der US-amerikanischen Handelskammer in Argentinien Juan Vaquer auf einer Unternehmertagung Obamas Ankündigung: Ford, GM, Dow, Genneia und andere Firmen wollten 16,1 Milliarden Dollar im südamerikanischen Land investieren.

US-Banken erwägten weitere Finanzierungen über 15,5 Milliarden Dollar. Die aus Macris Reformen entstehende bessere Vorhersagbarkeit bilde einen geeigneten Rahmen hierfür, sagte Vaquer, wie die Zeitung „La Nación“ berichtete.
Macri hat die Regierung im Dezember 2015 von seiner Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner übernommen, die in ihren letzten Amtsjahren strenge Devisenkontrollen und Außenhandelsrestriktionen eingeführt hatte.
Obama setzte sich von der Unterstützung seines Landes für die lateinamerikanischen Diktaturen der 70er Jahre ab. In dieser Zeit sei den Menschenrechten derselbe Rang eingeräumt worden wie dem Kampf gegen den Kommunismus, sagte er auf der Pressekonferenz. Das habe sich zum Besseren verändert.

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