Obama stimmt Anhänger ein: „Wir brauchen vier weitere Jahre“

Obama stimmt Anhänger ein
„Wir brauchen vier weitere Jahre“

US-Präsident Barack Obama hat seine Anhänger in Iowa in einer Videobotschaft auf das Wahljahr eingestimmt. Dabei pries er unter anderem den Abzug der US-Truppen aus dem Irak als Höhepunkte seiner bisherigen Amtszeit an.
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WashingtonAm Abend der Vorwahlen in Iowa hat US-Präsident Barack Obama seine Anhänger in dem Bundestaat mit kämpferischen Worten auf das Wahljahr 2012 eingestimmt. „Wir haben viel getan und wir haben noch viel mehr zu tun. Darum brauchen wir vier weitere Jahre“, sagte Obama in einer Videokonferenz, die bei den so genannten Caucuses der Demokraten in Iowa übertragen wurde. Da Obamas Kandidatur innerparteilich nicht umstritten ist, ist der demokratische Nominierungsprozess dieses Mal lediglich Formsache. Bei den Republikanern kämpfen dagegen mehrere Bewerber um die Nominierung.

Obama pries in seiner Ansprache den Abzug der US-Truppen aus dem Irak und die Gesundheitsreform als Höhepunkte seiner bisherigen Amtszeit. „Wir haben bereits einen Wandel gesehen. 2012 geht es darum, die Menschen in Amerika daran zu erinnern, welchen Weg wir schon zurückgelegt haben“, sagte Obama, der am Dienstag von einem zehntägigen Weihnachtsurlaub auf Hawaii nach Washington zurückgekehrt war.

Den Republikanern warf der Präsident vor, „Steuersenkungen für die Reichsten unter uns“ zu unterstützen. Obama hatte vor vier Jahren die demokratischen Vorwahlen in Iowa für sich entschieden und damit den Grundstein für den Sieg gegen seine parteiinterne Kontrahentin Hillary Clinton gelegt. Im November 2008 wurde der charismatische Senator aus Illinois dann als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der USA gewählt. Damals konnte Obama die Wähler als Hoffnungsträger inmitten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 30er Jahren für sich begeistern.

Angesichts der weiter schwierigen Wirtschaftslage muss Obama jedoch um seine Wiederwahl am 6. November bangen. Seine Zustimmungswerte liegen in Umfragen derzeit deutlich unter 50 Prozent. Die republikanischen Bewerber, insbesondere der favorisierte Mitt Romney, fahren bereits heftige Attacken gegen den Präsidenten. Sie werfen Obama vor, Unternehmen mit zu viel staatlicher Einmischung in Ketten gelegt zu haben und für die lahmende Konjunktur und die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich zu sein.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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