Obama streitet mit Hillary Clinton Der einsame Präsident

Irak, Gaza, Ukraine: Die außenpolitischen Krisen werden zum innenpolitischen Machtkampf in den USA. Denn Hillary Clinton will Präsidentin werden. Das bekommt Präsident Obama zu spüren. Es ist nicht sein einziges Problem.
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Um US-Präsident Barack Obama wird es immer einsamer. Quelle: Reuters

Um US-Präsident Barack Obama wird es immer einsamer.

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San FranciscoRund 150 handverlesene Gäste, ein erlesenes Dinner an erlesenem Ort: US-Präsident Barack Obama und die mögliche Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton trafen sich auf neutralem Boden, um bei gutem Essen und einem Glas Wein die jüngsten Spannungen beizulegen, die das demokratische Hoffnungs-Duo schwer belasten. „Let’s hug it out“, sagt man im politischen Washington dazu. Ein öffentliches Lachen, leichter Smalltalk, eine freundschaftliche Umarmung – mit mehr oder weniger zusammengebissenen Zähnen oder der Faust in der Tasche geballt.

Presse war nicht zugelassen auf der hochkarätigen Geburtstagsfeier auf der Insel Martha’s Vineyard in Massachussets vergangenen Mittwoch. Obamas Sprecher Eric Schultz verschickte per iPhone später einen kurzen Stimmungsbericht: Die Obamas hätten fast jeden Tanz getanzt und zusammen mit Bill und Hillary Clinton am Tisch von Ann Jordan gesessen, dem Geburtstagskind. Die Obamas seien „froh gewesen über die Chance“, Zeit mit den Clintons zu verbringen. Immerhin verbringt der Präsident dort gerade seinen Urlaub.

Das sah zu Wochenbeginn noch anders aus. In einem Interview mit „The Atlantic“ hatte Hillary Clinton gerade Obamas Außenpolitik kritisiert, unter anderem sei sein Mantra „Mache keine idiotischen Sachen“ keine strategische Position für eine Weltmacht.

Was David Axelrod, einflussreicher Berater Obamas, zu dem süffisanten Twitter-Eintrag veranlasste: „Nur zur Klarstellung: ,Mache keine idiotischen Sachen' meint zum Beispiel so was wie in den Irak überhaupt erst einzumarschieren.“ Ein klarer rechter Haken gegen Hillary, die 2002 als Senatorin ausdrücklich für den Einmarsch gestimmt hatte und dies mittlerweile als ihren wohl größten politischen Fehler ansieht.

Doch da war noch mehr: Was Gaza angeht, stellte sie sich so eng zu Israel, dass keine Postkarte dazwischen passt. Obama wird von der republikanischen Opposition vorgeworfen, Israel die volle Unterstützung zu entziehen. Sie kritisiert massiv den Irak und sein Nuklearprogramm, während Obama seine Verhandlungsergebnisse preist. Syrien? Da habe Obama schlicht falsch gelegen, die Rebellen nicht mit Waffen zu unterstützen.

Viele Amerikaner fühlen sich von Obama schlecht vertreten
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10 Kommentare zu "Obama streitet mit Hillary Clinton: Der einsame Präsident"

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  • Einsam? Tja, das kommt davon, wenn man sich kaufen lässt und dann die Befehle der Hintermänner ausführen muss, ganz gleich, ob diese völlig gegen das eigene Innere vorgehen. Obama macht den Eindruck einer seelischen Krücke, die jeden Tag nicht nur gegen Terroristen, sondern auch gegen die eigene innere Überzeugung kämpft. Daran wird er zugrunde gehen, das wird ihn auffressen, auch wenn er sein Präsidentenamt überleben sollte.

  • Oh, machen Sie mich doch bitte schlau: wer sind denn "unsere Feinde"?

  • Weder Obama noch seine Nachfolger werden die USA vermutlich mit der Tatsache versöhnen können, dass die Rolle der USA sich längst grundlegend gewandelt hat.
    Ursache dafür war nichtzuletzt die abenteuerliche Haushaltspolitik der G.W.Bush-Administration.
    Jeder Präsident nach G.W.-Bush wird notwendigerweise dastehen müssen wie ein lame duck.
    Das wird man in der Tea-Party vmtl garnicht begreifen können: dass die Steinzeit verglichen mit der Tea-Party wie ein Zukunftsroman für die USA sein könnte, auf die die Tea-Party die USA mit untrüglichem Instinkt hingesteuert haben wird.

    Das Erbe G.W.Bushs wird die Leading Nation länger beschäftigen als ihr lieb sein kann: es war ein Rpublikaner, der die USA gefesselt hat.

  • Ich erkenne auch nur, dass die amis IMMER auf der Seite unserer Feinde standen und die Russen schon immer eines unserer wichtigen Handlspartner waren.

    Sich mit der deutschen Geschichte zu befassen, soll hierbei extrem hilfreich sein.

  • Obama: Ein "Mega-Versager" und nur noch eine Lachnummer.

  • 1981 – Afghanistan
    Die USA gewähren den Mudschahidin und anderen afghanischen Widerstandskämpfern massive finanzielle, militärische und logistische Hilfe in ihrem Kampf gegen die sowjetische Besetzung des Landes.

    1985 – Nicaragua
    1. Mai 1985 – Nach dem Wahlsieg der linksgerichteten Sandinisten vom 4. November 1984 verhängen die USA ein vollständiges Handelsembargo gegen Nicaragua, weil sich bei den Sandinisten sehr schnell die marxistisch-leninistischen Kräfte durchsetzen. Fortführung der Unterstützung der Opposition (Contras) zum Sturz des seit 1979 regierenden sandinistischen Regimes.

    1998 – Sudan
    20. August 1998 Als Vergeltung für die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania führen die USA einen Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik durch, die sich später als die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik herausstellte.

  • 1999 – Kosovo
    März bis Juni 1999 Kosovokrieg – Ohne Mandat der Vereinten Nationen führt die NATO unter dem Kommando der USA umfangreiche Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien durch, um einen Abzug serbischer Truppen und Polizei aus dem Kosovo zu erzwingen. Nach Abschluss eines Waffenstillstands wird die Provinz Kosovo von NATO-Truppen besetzt und ein Protektorat unter Verwaltung der Vereinten Nationen errichtet.

    2001- Afghanistan
    In der Folge von Terrorakten, die angeblich islamische Fundamentalisten in New York und Washington am 11. September 2001 verübt haben sollen, griffen die USA Afghanistan an. Das dortige Taliban-Regime wurde zerschlagen und eine Amerika zugewandte Übergangsregierung eingesetzt.

    2003 – Irak
    20. März 2003 Irak – Die Koalition der Willigen) angeführt durch die USA, greift im Dritten Golfkrieg ohne UN-Mandat, den Irak an und beseitigt das Regime von Saddam Hussein.

    2011 – Libyen
    Frühjahr 2011 – Militärische Luftschläge sowie Marineeinsätze mit Marschflugkörpern gegen Libyen um eine Flugverbotszone durchzusetzen, um so die angeblichen Militärschläge des Machthabers Muammar al-Gaddafi gegen Zivilisten und Aufständische im Land zu verhindern.

  • Obama kann doch eh nicht mehr antreten. Und wenn Frau Clinton antritt wird ihr "Bengasi" um die Ohren gehauen. Mehr als Vize-Präsident ist nicht drin, was ja auch schon 'was ist.

    In jedem Fall sind die USA wohl etwas wie ein "family business" - die Roosevelts, Kennedys, Bushs, Clintons ...

  • Ja, man kann es sehen, wie man will. Aber es gibt immer noch Menschen in der Politik, die einen ehrenvollen Job machen uidn die man als glaubwürdig einstufen kann.

    Genau das unterscheidet Herrn Putin, von den westlichen Politikern, dass er verläßlich ist und dass er berechenbar ist.

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