Obama und Merkel
Russland-Sanktionen werden nicht gelockert

Festhalten an Sanktionen: Obama und Merkel wollen den Druck auf Russland nicht verringern. Erst müssten alle Vereinbarungen des Minsker Friedensabkommens erfüllt werden. Putin ist davon aber weiter wenig beeindruckt.
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Washington/BerlinDie USA und Deutschland wollen den Druck auf Russland im Ukraine-Konflikt aufrecht erhalten. Darin seien sich Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat einig gewesen, teilte das US-Präsidialamt am Mittwoch mit. Obama und Merkel hätten bekräftigt, dass die Sanktionen nicht gelockert werden sollten, bis Russland alle Vereinbarungen des Minsker Friedensabkommens erfülle.

Solange Russland Gewalt und Instabilität in der Ukraine anheize, müsse es damit rechnen, einen höheren Preis für ein solches Vorgehen zu zahlen, erklärte das US-Präsidialamt weiter.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann rief vor dem EU-Gipfel in Brüssel dagegen in der Sanktionsfrage zu Zurückhaltung auf. "Zusätzliche Sanktionen oder eine Verschärfung der vorhandenen Sanktionen können höchstens eine Notlösung sein, aber sicher keinen Friedensplan ersetzen", sagte er der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe).

EU-Kreisen zufolge arbeitet Merkel mit Frankreichs Präsident Francois Hollande und EU-Ratspräsident Donald Tusk an einem Vorschlag für den Gipfel, nach dem die Sanktionen in Kraft bleiben sollen, bis die Vereinbarungen von Minsk vollständig umgesetzt seien. Die EU und die USA werfen der Regierung in Moskau vor, die prorussischen Separatisten in der Ostukraine militärisch zu unterstützen.

Obama und Merkel sprachen zudem über die jüngsten Entwicklungen in Griechenland. Sie hätten über die Bemühungen gesprochen, zu einer „pragmatischen Einigung zu kommen, die auf die jüngsten Reformen aufbaut und das Land zurück zu Wachstum im Euro-Raum führt.“

Putin hatte kurz zuvor die Versuche des Westens, das Land mit Sanktionen unter Druck zu setzen, als „sinnlose Beschäftigung“ bezeichnet. Bei einer Feier am Kreml zum ersten Jahrestag des international kritisierten Krim-Anschlusses an Russland hat der Präsident seinen Landsleuten eine Überwindung der Krisenzeiten versprochen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Obama und Merkel: Russland-Sanktionen werden nicht gelockert"

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  • Die Frau Merkel ist nicht mehr ganz dicht. Was ist ihr Anliegen? Es ist ewig dasselbe und wenn ich dann auf der Tagesschau-Seite lese, Wegfall der Sanktionen genau das falsche Signal oder jetzt nicht aufgeben. Da muss ich sagen Leute die für Sanktionen gegen Russland sind, haben schon längst aufgegeben. Die sind für Krieg und verkennen das Russland der Friedensgarant Nr.1 ist und früher mal ein wichtiger Partner.

  • @ Herr Holger Aßmann: Schauen Sie sich doch mal die Antworten zum Beitrag Ihres Gesinnungsgenossen Tom Schneider an. Auch Sie sind weit davon entfernt, den Roman 1984 von Orwell verstanden zu haben, falls Sie ihn überhaupt gelesen haben. Dann würden Sie nämlich drauf kommen, dass Sie den Manipulations-versuchen des Systems zum Opfer gefallen sind. Charakteristisch dafür ist die Leugnung der Realität.

  • Wenn es zum großen Krieg kommen sollte, dann sitzen die Betreiber wie üblich hinter dem großen Teich.
    -
    Für die US-Finanz- und Kriegsindustrie ist ein großer Krieg unausweichbar, da die verheimlichten Schulden der USA bis 211 Billionen US$ erreichen (Prof. Kotlikoff, Boston University) und auf normalem Wege nicht bezahlbar sind.
    US$ wird immer weniger gefragt, niedriger Öl-Preis hat auch nicht geholfen und China bereitet Start der AIIB (asiatische "Weltbank") vor. End of Days ?

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