Obama unter Druck
Terrorkomplott bringt Guantanamo-Pläne ins Wanken

Die gescheiterte Bombenattacke der Terrororganisation El Kaida auf eine US-Linienmaschine könnte die Pläne der Obama-Regierung zur Auflösung des Gefangenenlagers Guantanamo infrage stellen. Zudem wächst die Kritik an der Sicherheitspolitik des Präsidenten.
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NEW YORK. Medienberichten zufolge werden ausgerechnet zwei freigelassene Ex-Häftlinge aus dem berüchtigten Gefängnis als Drahtzieher hinter dem Anschlagsversuch vom ersten Weihnachtstag vermutet. So berichtet der US-Sender ABC unter Berufung auf Vertreter von US-Behörden, zwei 2007 in ihre Heimat Saudi-Arabien entlassene Insassen, Muhamad Attik el Harbi und Said Ali Shari, seien mittlerweile wichtige Führungsfiguren von El Kaida im Jemen.

Der in Haft sitzende, geständige Attentäter vom vergangenen Freitag hatte erklärt, er habe die Bombe von Vertretern der Gruppe aus dem Jemen erhalten. Der 23-jährige Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab hatte versucht, eine aus Europa kommende Maschine bei der Landung in Detroit zu sprengen. Der Sprengstoff hätte Experten zufolge ausgereicht, um einen Teil der Kabinenwand aus dem Flugzeug zu sprengen. Abdulmutallab wurde aber überwältig, keiner der Passagiere kam ernsthaft zu Schaden.

Ein Bekennerschreiben von El Kaida, das vor im Internet auftauchte, wird von Experten als glaubwürdig eingestuft. Die Gruppe bezeichnete die Aktion darin als Vergeltung für Antiterroreinsätze der USA im Jemen, bei denen Frauen und Kinder getötet worden seien.

Es war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Präsident Barack Obama, das Lager in Guantanamo aufzulösen. Allerdings ist bis heute nicht völlig geklärt, wohin die Insassen entlassen werden sollen. Erst kurz vor Weihnachten wurden sechs Häftlinge in den Jemen zurückgebracht. Weitere 91 der noch rund 200 Insassen sind Bürger des verarmten Landes, das sich zu einem Rückzugsort für El Kaida entwickelt zu haben scheint.

Seit langem wird Obama für die Auflösung des Lagers von der Opposition kritisiert, die dies für eine Gefährdung der nationalen Sicherheit hält. Menschenrechtler sehen in dem außerhalb des US-Staatsgebietes liegenden Gefängnis einen Verstoß gegen die Verfassung der USA.

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  • Guten Tag,....Mann kann die Sache auch etwas anders sehen. Der Nigger kommt Mister Obama recht gelegen. Als Kanditat muss mann dummes Volk beeindrucken; jedoch als Praesident muss mann den Laden regieren. Mister Obama ist Praesident von Amerika ( nicht von Neverland ) Amerika ist keine Heilsarmee. Dies sollte es auch nicht sein denn das kann fatale Folgen haben. Durch dieses Maerchen kann mann ohne Gesichtsverlust einen festeren Kurs fahren. besten Dank

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