Oberlandesgericht weist Klage ab
Kundus-Opfer haben keinen Schadensersatzanspruch

Hinterbliebene des Tanklaster-Angriffs in Kundus scheitern mit der Klage vor dem Oberlandesgericht. Sie erhalten keinen Schadensersatz. Die Richter sehen in der Militäraktion „keine schuldhafte Amtspflichtverletzung“.
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KölnAfghanische Opfer des tödlichen Nato-Luftangriffs von Kundus sind mit ihren Schadenersatzklagen gegen die Bundesrepublik erneut gescheitert. Mehr als fünfeinhalb Jahre nach dem Bombardement mit vielen zivilen Opfern wies das Oberlandesgericht (OLG) Köln am Donnerstag die Berufung zweier Hinterbliebener gegen ein Urteil des Bonner Landgerichts zurück, das die Klagen im Dezember 2013 abgewiesen hatte. Der Bonner Richterspruch sei „nicht zu beanstanden“, sagte die Vorsitzende OLG-Richterin Uta Statthalter.

In dem Zivilverfahren ging es um Geldforderungen eines Vaters von zwei mutmaßlich bei dem Luftschlag getöteten Kindern sowie einer Witwe und Mutter von sechs Kindern. Der Mann forderte 40.000 Euro, die Frau 50.000 Euro von der Bundesrepublik. Bei dem Nato-Luftangriff in der Nacht zum 4. September 2009 waren mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Zivilisten.

Das nächtliche Bombardement hatte der damalige Bundeswehr-Oberst Georg Klein als Kommandeur in Kundus veranlasst. Hintergrund war die Kaperung zweier Tanklaster durch Taliban nahe dem deutschen Feldlager in Kundus. Auf die entsprechende Anforderung der Bundeswehr griffen US-Kampfflugzeuge die Tanklaster an.

Das Bonner Landgericht hatte in erster Instanz entschieden, den an der tödlichen Militäraktion beteiligten Soldaten sei „keine schuldhafte Amtspflichtverletzung“ vorzuwerfen. So habe ein militärischer Informant in insgesamt sieben Telefonaten vor dem Luftanschlag jeweils versichert, dass sich bei den Tanklastern keine Zivilisten aufhielten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Oberlandesgericht weist Klage ab: Kundus-Opfer haben keinen Schadensersatzanspruch"

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  • Auch für Afghanen gilt: "Auf hoher See und vor bundesdeutschen Gerichten bist du in "Allahs" Hand".

    Salam aleikum!

    Schariah? Nö, wollen wir nicht, ein krakeelender Muezzin in Deutschland ist schon viel zu viel, noch mehr islamischen "Frieden" halten wir im Kopf nicht aus!

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