Oberstes Gericht gestürmt
In Kirgistan wird wieder gekämpft

In Kirgistan ist es rund zwei Monate nach dem Regierungsumsturz in der Hauptstadt Bischkek wieder zu Unruhen gekommen. Rund 200 Menschen stürmten das Gebäude des Obersten Gerichts. Sie vertrieben die Anhänger von fünf Politikern, die das Gericht aus Protest gegen ihre Niederlage bei der Parlamentswahl im März seit dem 22. April besetzt hielten.

HB BISCHKEK. Bei der Erstürmung des Gebäudes kam es zu Rangeleien zwischen den beiden Gruppen, wie die Polizei mitteilte. Dabei warfen die Angreifer mit Steinen. Eine Frau aus der Gruppe der vertriebenen Besetzer, sagte, dass zwei ihrer Gesinnungsgenossen am Kopf verletzt worden seien. Die Angreifer erklärten, sie wollten dem Gericht endlich die Wiederaufnahme der Arbeit ermöglichen. Eine Frau kritisierte, dass sich ein Verfahren gegen Verwandte von ihr wegen der Besetzung verzögert habe. Ein Polizeibeamter vor Ort sagte jedoch, dass die Angreifer Abgeordnete unterstützten, deren Sitz von den Gerichtsbesetzern angefochten wurde.

Die ehemalige Sowjetrepublik Kirgisien befindet sich zurzeit im politischen Umbruch. Am 24. März hat die Oppositionsbewegung die Regierung von Präsident Askar Akajew gestürzt und zur Flucht nach Russland gezwungen. Die Übergangsregierung bereitet eine Präsidentenwahl für den 10. Juli vor.

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