Occupy Wall Street
Demonstrationen gegen die Macht der Banken

Die Occupy-Bewegung ist zurück: Nach den ruhigen Wintermonaten will die Bewegung am 1. Mai zeigen, dass sie nach wie vor Menschen mobilisieren kann. Auch neue Besetzungen sind geplant.
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New York/WashingtonDie Occupy-Protestbewegung hat am Mai-Feiertag in New York gegen die Macht der Banken demonstriert. Mehrere Gruppen versammelten sich am Dienstag vor Filialen von großen Finanzinstituten wie HSBC und Bank of America, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste verliefen friedlich. Im Laufe des Tages wollten die Anhänger der Bewegung in einem Protestmarsch zur Finanzmeile Wall Street ziehen.

Die Occupy-Bewegung war im vergangenen September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe „Occupy Wall Street“ („Besetzt die Wall Street“) dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten prangerten dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an. Markenzeichen der Bewegung waren Protestzeltlager auf öffentlichen Plätzen.

Die Bewegung flaute aber in den vergangenen Monaten deutlich ab. In den USA ließen die Behörden die meisten Zeltlager räumen, darunter das Camp am Occupy-Geburtsort im Zuccotti-Park in Manhattan und zuletzt im Februar den Ableger auf dem McPherson-Platz in der Hauptstadt Washington.

Auch in Washington hat die Occupy-Bewegung für den Nachmittag des Mai-Feiertags Proteste angekündigt. Zusammen mit Gewerkschaftlern wollen die Protestler von Occupy heute einen Park in der Stadt besetzen.

In den USA ist der Tag der Arbeit zwar kein Feiertag, aber seit jeher ein Tag des Protests. Die bekannteste Demonstration fand am 1.Mai 1971 statt als 35.000 Demonstranten drei Tage lang einen Park in Washington besetzten, um ein Ende des Vietnam-Krieges zu fordern. Der damalige US-Präsident Richard Nixon sandte 4000 Soldaten in den Park, 7000 Protestler wurden festgenommen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Charlotte Potts
Handelsblatt Online / Freie Journalistin

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