OECD-Chef Gurria Griechenlands Fortschritte sind „spektakulär“

OECD-Chef Angel Gurría hält die griechischen Spar- und Reformbestrebungen für „das „beeindruckendste Konsolidierungs-Programm“ das er je gesehen habe. Die Verbesserung der Zahlungsbilanz nannte er sogar „spektakulär“.
Update: 27.11.2013 - 15:53 Uhr 11 Kommentare
OECD-Generalsekretär Angel Gurria: Das Leben gehe trotz der Schulden weiter. Quelle: AFP

OECD-Generalsekretär Angel Gurria: Das Leben gehe trotz der Schulden weiter.

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AthenOECD-Chef Angel Gurría hat das griechische Spar- und Reformprogramm gelobt. Es sei das „beeindruckendste (Konsolidierungs-)Programm“, das es je gegeben habe, erklärte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch nach Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras und Außenminister Evangelos Venizelos.

Griechenland habe seine Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen, sagte Gurría. Gleichwohl gebe es noch viel zu tun, mahnt die OECD in den von Gurría überreichten Griechenland-Studien. So müssten die strukturellen Reformen beschleunigt werden, um eine tragfähige Erholung zu erreichen. Auch müsse die Privatisierung, speziell im Energiesektor, bei der Bahn, den Häfen und regionalen Flughäfen sowie im öffentlichen Immobilienbereich schneller vorangetrieben werden.

Als „spektakuläre Wende“ bezeichnet Gurría die Verbesserung der Zahlungsbilanz und die Aussicht auf einen Haushalts-Primärüberschuss (ohne Schuldendienst) in diesem Jahr. In der Vergangenheit habe es zu höhe Löhne gegeben, die der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft des Landes nicht entsprochen hätten. Dies sei nun umgedreht worden, die Wende trage Früchte. Gurría sprach den Griechen Mut zu: Die Wunden würden heilen, und es werde auch wieder Wohlstand für das griechische Volk geben. Das Leben gehe trotz der Schulden weiter, sagte der Mexikaner.

In den OECD-Papieren warnte die Organisation allerdings davor, dass sich die von der Regierung vorgesehene Schuldenentwicklung trotz aller Anstrengungen aufgrund der noch tiefer als erwarteten Wirtschafskrise verschlechtere und es deshalb nicht ausgeschlossen sei, dass Griechenland weitere Hilfen in Anspruch nehmen müsse. Der OECD-Chef übergab der Regierung drei OECD-Studien, die sich mit der allgemeinen Wirtschaftslage des Euro-Krisenlandes, der Wettbewerbsfähigkeit und den Reformen in der Verwaltung beschäftigen.

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11 Kommentare zu "OECD-Chef Gurria: Griechenlands Fortschritte sind „spektakulär“"

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  • Tragikomik!
    Da stehen alle Seiten im Wettbewerb: wer kann besser lügen?

    Während der eine den himmelblauen Eurohimmel über Griechenland rühmt und von den sagenhaften Überschüssen prahlt (die allesamt gelogen sind, denn allein den Apothekern schuldet der griechische Staat seit etwa eineinhalb Jahren das Geld für die von den Apothekern ausgelegten Medikament, mindestens 1 Milliarde Euro),

    schwatzt der andere nicht minder verlogen über die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands, die wieder hergestellt sei.

    Und sowas vertritt andere Menschen. Und wird von ihnen auch noch dafür bezahlt. Unfassbar.


  • Wieder ein Ausserirdischer im Landeanflug.

    Das haut doch glatt sämtliche Diogenes Fässer durch (Aufschlag).

    Bekam er für diese "spektakuläre Aussage" einen Inselurlaub mit Begleitung ?
    Ein Verein wie Blatters- FIFA.

  • Dieser Herr "Chef" klingt ja so doll wie einst ums Jahr 2000 dieser Henry Blodget beim Verkünden explodierender Gewinne in den amerikanischen Internetbuden.

  • Es sei das „beeindruckendste (Konsolidierungs-)Programm, das ich je gesehen habe“,

    Meine ich das nur, bei dieser Aussage ein süffisantes Grinsen im Gesicht des Don Gurria entdeckt zu haben?

  • OECD-Chef Angel Gurría? Ja, ich bin auch total beeindruckt von den korrupten Griechen, dass sie sich so obszön verschulden konnten, darüber geht gar nichts mehr im beobachtbaren Universum!

  • @Steuerschätzer

    Wenn man neue Argumente suchte, die Altersvorsorge der Deutschen in der Finanzindustrie oder Plutokratien auf Nimmerwiedersehen zu versenken, sind sich doch alle einig. Wäre ja noch schöner, dass Misswirtschafter die Verantwortung für ihr Tun übernehmen. Sowas schadet doch dem "Wirtschafswachstum". Sperrt die Finanz-Betrügerbande und ihre Sprechpuppen und Mario-Netten ein.

  • <Griechenlands Fortschritte sind „spektakulär“ >

    lol

  • OECD-Chef Angel Gurría hat das griechische Spar- und Reformprogramm gelobt. Es sei das „beeindruckendste (Konsolidierungs-)Programm, das ich je gesehen habe“, erklärte der Generalsekretär:

    Was die Griechen bisher an positiven Zahlen ausweisen, das sind doch alles Prognosen, Schätzungen, aber keine Ist-Werte. Und die Troika betont immer wieder, dass Griechenland noch kräftig liefern muss: bei der Steuereintreibung, beim Abbau des Staatsbeamten, bei der Privatisierung usw.

    Also wo sieht der Mexikaner so tolle Leistungen? Bei Absichtserklärungen doch nur. Aber da hackt wieder mal eine Krähe einer anderen kein Auge aus.

  • So ist es, es mus ja nicht nur das Land finanziert werden, sondern das ganze Zockergesindel um GoldmanSachs!
    Ohne die bestünde das ganze Problem nicht.

  • ja stimmt schon, die schlauen Griechen lassen den Staat pleite gehen und kümmern sich lieber um ihre privaten Millionen und den guten Rotwein zum Essen.

    Wir können noch viel von den Griechen lernen.

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