OECD
Österreich ist keine Steueroase mehr

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa (OECD) hat Österreich von der „grauen Liste“ auf die „weiße Liste“ der Länder befördert, die internationale Steuerstandards einhalten. Damit ist Österreich keine Steueroase mehr.

HB PARIS. Die am Mittwoch in Paris getroffene Entscheidung war erwartet worden, nachdem das österreichische Parlament die Regeln zum Bankgeheimnis gelockert hat. Auf der „grauen Liste“ werden von der OECD Staaten geführt, die nicht internationale Normen über den Finanzverkehr einhalten.

Nach Angaben des Wiener Finanzministeriums hat Österreich 15 Vereinbarungen zur Doppelbesteuerung und zum Informationsaustausch unterzeichnet, um von der „grauen Liste“ zu kommen. Das Abkommen zur Lockerung des Steuergeheimnisses sieht vor, dass Behörden in Verdachtsfällen leichteren Zugriff auf Daten bei österreichischen Banken erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass die Verdächtigen nicht in Österreich Steuern zahlen. Es werde zur Zeit noch über eine Reihe weiterer Abkommen verhandelt.

Österreich war neben der Schweiz, Belgien und Luxemburg eines von vier europäischen Länder, die auf dieser grauen Liste standen. Bis auf die Schweiz haben alle Staaten noch vor dem nächsten G20-Treffen in Pittsburgh die entsprechenden Abkommen unterzeichnet, um möglichen Nachteilen aus dem Weg zu gehen. Die Regierung hat damit das Bankgeheimnis etwas aufgeweicht. Auf der Liste der Steueroasen stehen zur Zeit noch Gebiete wie Andorra, Monaco, San Marino und Gibraltar.

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