OECD-Prognose: China könnte USA 2016 als größte Wirtschaftsmacht ablösen

OECD-Prognose
China könnte USA 2016 als größte Wirtschaftsmacht ablösen

Die Weltwirtschaft wird sich Prognosen der OECD zufolge in den kommenden Jahrzehnten radikal ändern. China und Indien wachsen zu führenden Industrienationen heran. Der Verlierer steht demnach auch schon fest: Europa.
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Berlin/LondonChina könnte nach Ansicht der OECD die USA 2016 als größte Wirtschaftsmacht der Welt ablösen. Das bevölkerungsreichste Land der Erde dürfte zusammen mit Indien bis etwa 2025 ein größeres Bruttoinlandsprodukt erwirtschaften als die sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7), teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Freitag in ihrer Langfristprognose bis 2060 mit.

„Schnell wachsende Schwellenländer werden in den kommenden 50 Jahren einen immer größeren Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung erbringen.“ Aufsteiger seien neben China und Indien auch Brasilien und Indonesien. Zurückfallen dürften neben dem rasch alternden Japan auch Europas Schwergewichte wie Deutschland.

Die Industriestaatengruppe OECD unterstellt in ihrer Projektion ein jährliches Wachstum der Weltwirtschaft um rund drei Prozent. Dabei dürften Schwellenländer aber deutlich stärker zulegen als die etablierten Industriestaaten. Die Verschiebung in Richtung Niedriglohnländer werde dort dazu beitragen, die Lebensstandards zu verbessern. „So dürfte sich etwa das Pro-Kopf-Einkommen in den ärmsten Ländern bis 2060 vervierfachen“, erklärte die OECD.

In China und Indien könnte es dann sogar auf das Siebenfache steigen. „In einem halben Jahrhundert wird die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen in aufstrebenden und hoch entwickelten Nationen weniger ausgeprägt sein als heute.“ Allerdings dürften zwischen einzelnen Ländern klare Unterschiede bleiben.

Kommentare zu " OECD-Prognose: China könnte USA 2016 als größte Wirtschaftsmacht ablösen "

Alle Kommentare
  • ich gehe davon aus, das es sich um extrapolationen bekannter trends handelt. die frage ist jedoch, ob die auswirkungen de klimawandels (meeresspiegelanstieg, verlust von ackerflächen etc.) berücksichtigt worden, ich glaube nicht. man muß einfach einmal abwarten, es stellt sich jedoch die frage, ob deutschland sich weiterhin die subventionierung der eurozone im bekannten maße leisten kann, es handelt sich bei dieser schlicht um eine union von loosern. nicht umsonst wollen die briten raus, für die eu-skeptiker ist diese studie eine steilvorlage.

  • Geh bitte! Nur weil diese Schnösel-Länder ohne Kultur und Geschichte neureich werden (wollen), braucht man sich doch nicht als Verlierer fühlen.


  • Zitat Frank…….Konkurrenzfähig sein heißt auch Fertigung wieder nach Europa holen und nicht fetter und reicher werden, und dies gelingt nur über den Wechselkurs…..

    Dass das immer noch jemand glaubt. Warum senken wir nicht den Kurs. Einfach noch eine Billion in den Umlauf bringen und Europa ist wieder eine blühende Landschaft. Da das aber nicht reicht um die Fertigung nach Europa zurückzuholen, senken wir noch die Löhne.

    Da haben sie Recht, so gesehen gibt Angela ihr Bestes.

    Statt den Wettbewerb zu fördern, Innovationen voranzutreiben, hecheln wir der Zukunft hinterher. Wir setzen auf Tradition wie Autos, Chemie und Maschinenbau, statt auf neue Industrien, wo wir kaum mehr als Nischenbereiche besetzen. In Bildung sind wir nur noch Mittelmaß. Sind nicht einmal in der Lage diese zu vereinheitlichen und glauben wir schaffen das mit den Euroländern.

    Angela will die Marktwirtschaft abschaffen. Trotz dass sie zweifellos auch hier ihr Bestes gibt, wird sie scheitern. Die ExDDR konnte durch die BRD aufgefangen werden. Wer aber fängt Europa auf?

  • Hm ...Angel Gurria .. der Generalsekretär der OECD. Der hat doch vor wenigen Wochen noch Folgendes zum Besten gegeben: "Dem Euro geht es gut, es wird ihn ewig geben, weitere Länder werden ihm beitreten."

    Und das Frankreich stärker wächest als Deutschland, dass glaubt noch nicht einmal der geplagte Francois Hollande ;-)

  • Und hier soll wirtschaftlicher Sachverstand sein? Ich meine die Leserkommentare.
    Sicher hat China u.a noch viel vor sich und es gibt auch immer noch den berüchtigten schwarzen Schwan. Aber das Gemaule gegen Europa, ich habs langsam satt.

    Konkurrenzfähig sein heisst auch Fertigung wieder nach Europa holen und nicht fetter und reicher werden, und dies gelingt nur über den Wechselkurs.

    Wenn darüber hinaus die strukurellen Anpassungen erfolgreich sind, wird dann endlich wieder in Europa gefertigt und nicht in China.
    Dies ist kein Spiel, sondern eine andere Art von Krieg o. nennen wir es Wettbewerb mit allen Mitteln.

    Also wacht auf und hört im Gottesnamen auf zu jammern.

    Ein Hoch auf Angela! Sie tut echt das Beste was man in so einer Situation tun kann.
    Ich wünsche ihr Kraft.
    Wenigstens heult Sie nicht rum und lamentiert, sondern tut was.

  • komisch die Chinesen haben ein stärkeres Vergreisungsproblem als wir. Ich glaube nicht das es ein Problem ist das wir weniger Kinder in die Welt setzen. Wir arbeiten einfach ein wenig länger und verzichten auf unproduktive Zuwanderung bzw. suchen uns die Kandidaten genau aus.

  • Dieser Beitrag ist wahrscheinlich von "Klein Fritzchen und wie er die Welt sieht" im Stil von " ene, mene, mopel wer frisst popel" verfasst worden.

    Handelsblatt, das ist kein Ruhmesblatt

  • Den EURO geschaffen, um Europa gegen die USA und China fit zu machen.

    Als gelänge dies mit einer einzigen Währung, aufgestülpt verschiedenen Staaten unterschiedlicher Wirtschaftsstärke und Kultur.

    Ohne Euro zerfällt Europa - was hat eine Kunstwährung mit Europa gemein?

    All so ein Gefasel muss man sich täglich anhören und soll als Bürger noch applaudieren, wenn wieder irgendwo in Europa deutsche Gelder oder Kredite freudestrahlend freigegeben wurden.

    All dies dient natürlich nur dem guten Zweck.

    Klar, dieser gute Zweck dient einzig und allein Deutschlands Nachbarstaaten.
    Vergemeinschaftung von Schulden. Abgabe von Kompetenzen. Zahlungen an Pleitestaaten. Immer mehr, immer wieder, immer absurder.

    Europa hat sich selbst ein Bein gestellt.

    Wird nicht mehr ernst genommen in der Welt. Nur Deutschland allein hat noch etwas Strahlkraft aufgrund seiner ökonomischen Stärke.

    Doch auch diese Kraft und Errungenschaft wird man uns nehmen - zum Wohle aller natürlich.

    Nicht dem Wohl wird dies dienen, sondern dem Niedergang aller.

    Europa schwächt sich selbst und wird zum Gejagten und Spielball der Anderen.

    Halten wir die Euro Fahne weiterhin hoch auf dem Weg in den Untergang.

    Ach übrigens, Kommentare kann man zensieren - die Wahrheit nicht.

  • Beobachter, welchen Planeten beobachten Sie denn gerade? Bestimmt nicht die Erde. Wie auch immer, dass Europa, der grosse Verlierer ist, das zeigt sich schon heute, dazu braucht man weder eine Kristallkugel, noch übermässigen Sachverstand. Witzig ist aber, die relativ starke Position, die man Frankreich zubilligt. Ausser einer etwas besseren Demographie, haben die rein gar nichts vorzuweisen, woher soll der Schub denn kommen, von der 35Std-Woche, oder der Rente mit 62? Oder sollten die 'Experten' da an etwa die permanente Alimentierung durch Deutschland gedacht haben. Ich will ja schwer hoffen, dass der Michel noch vor 2060 aufwacht

  • -so ein Unfug, die sogenannten "Experten" sind nur Witzfiguren, im besten Fall wollen sie nur provozieren oder aber den Schwellenländern suggerieren man könnte an uns vorbeiziehen. Ich war lange Zeit deutschland- europa- und weltweit beruflich unterwegs, gerade der deutschsprachige Wirtschaftsraum wird auf gar keinen Fall zu irgendwelchen Verlierern zählen

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