Öffentliche Anhörung gefordert
Druck auf US-Regierung wächst

Wegen der Misshandlung irakischer Gefangener gerät die US-Regierung auch innenpolitisch unter Druck. Demokratische und republikanische Senatoren forderten am Dienstag eine öffentliche Anhörung im Kongress.

HB WASHINGTON/BAGDAD. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Außenminister Colin Powell bemühten sich um Schadensbegrenzung und versicherten eine restlose Aufklärung der Skandale. Unterdessen wuchs der Verdacht, dass es weitere, noch unbekannte Fälle gravierender Menschenrechtsverletzungen in US- Gefängnissen gegeben hat.

Sowohl die demokratische Senatorin Hillary Clinton als auch der republikanische Vorsitzende des Streitkräfte-Ausschusses im Senat, John Warner, forderten eine öffentliche Anhörung. Die „ungeheuerlichen und kriminellen Vorfälle und die vielen Ungereimtheiten müssen geklärt werden“, sagte Clinton in einem CNN- Interview.

Rumsfeld kündigte eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge im Gefängnis von Abu Ghoreib an. Die Taten seien völlig inakzeptabel und hätten das Vertrauen in die US-Streitkräfte beschädigt. Die Verantwortlichen repräsentierten aber weder die USA noch die Streitkräfte. US-Präsident George W. Bush hatte am Montag von Rumsfeld volle Aufklärung und Konsequenzen gefordert.

Powell versicherte in New York, dass „vor den Augen der Welt“ die Vorfälle aufgeklärt und die Schuldigen bestraft würden. Er sei zutiefst beunruhigt über das „entsetzliche Bild“, das die Folterfotos vom Einsatz der USA im Irak an alle Welt vermitteln könnten. Die Aufnahmen vom Missbrauch irakischer Häftlinge seien schockierend. Verantwortlich seien nur sehr wenige.

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