Öffentlicher Dienst
Italiener protestieren gegen geplante Kürzungen

In Italien haben zahlreiche Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt. Die Proteste richten sich gegen geplante Kürzungen- Regierungsvertreter forderten die Streikenden auf, an den Verhandlungstisch zu kommen.
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RomZahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Dienstes Italiens haben am Freitag aus Protest gegen geplante Kürzungen die Arbeit niedergelegt. Zu der zentralen Kundgebung in Rom sammelten sich am Vormittag Arbeitnehmer aus allen Teilen des Landes. Die Demonstration gegen das milliardenschwere Sparpaket der Regierung von Mario Monti steht unter dem Motto „Genug mit den Belastungen für die Schwächsten. Wir haben schon gegeben“.


Der Minister für öffentliche Verwaltung, Filippo Patroni Griffi, forderte die Streikenden auf, an den Verhandlungstisch zu kommen. „Ich respektiere die Position der Streikenden, aber ich erinnere daran, dass wir gerade einen wichtigen Schritt durchführen, nämlich die öffentliche Verwaltung neu zu organisieren.“ Es gehe auch darum, das Geld besser zu verteilen.

Monti will bis 2014 rund 26 Milliarden Euro einsparen. Die Maßnahmen sollen für eine schlankere und effizientere öffentliche Verwaltung sorgen. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst soll um 10 Prozent schrumpfen, auf Leitungsebene sogar um 20 Prozent. Die Gewerkschaften kritisieren die Einsparungen und haben einen „heißen Herbst“ angekündigt.

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Über Ursache und deren Folgen
    Seit circa 18 Jahren hat Deutschland einen Leistungsbilanzüberschuss von durchschnittlich 17 Milliarden Euro pro Monat. In diesen 17 Jahren konnte Deutschland, als stärkste EU-Wirtschaft, diesen Leistungsbilanzüberschuss überwiegend in der Währungsunion und vor allem dank der Überschuldung der Länder Südeuropas erreichen.
    Besonders verhängnisvoll war dass die Gewinne, die deutsche Konzerne in diesen Länder erzielt haben, überwiegend ins Nichteuroausland und z.T. in den ehemaligen Ostblockländer reinvestiert wurden, und nicht in den Euro-Länder wo sie erzielt wurden. Dies kommt einer legalen Kapitalflucht aus diesen Ländern gleich und ist für die hohe Jugendarbeitslosigkeit in diesen Länder Mitverursacher. (Spanien, Portugal, Griechenland über 50%, Italien nur etwas besser)
    Durch die Überflutung mit deutschen Industrieprodukte ist auch die Industrie dieser Ländern (besonders Italiens) stark geschrumpft, während die Deutschlands stark gewachsen ist.
    Auf diese Weise wurde auch die Wirtschaftskraft Europas gegen Osten verschoben, Deutschland dadurch selbst zum Zentrum.
    Erstaunlich ist vor allem dass Frankreich, das einzige Land das diese Entwicklung hätte verhindern oder mindestens etwas bremsen können, dies zugelassen und sogar unter Sarkozy sie unterstützt hat. Erst jetzt scheint es den Franzosen ein Licht aufzugehen. Leider spät, vielleicht zu spät um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion, die die Franzosen in erster Linie gewollt haben, zu verhindern! Diese Entwicklung war vorauszusehen, durch die EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse den anderen EU-Länder diktiert, waren die schwächere Euro-Länder der stärkeren Industrie Deutschlands ausgeliefert. (ganz besonders ist dadurch Italien Industrie stark geschrumpft)

  • Una faccia, una razza - Saluti dalla Grecia

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