Öko-Abgabe wird abgeschafft
Balearen-Regierung will Strandliegen billiger machen

Die neue konservative Balearen-Regierung will die Strandliegen auf Mallorca preiswerter machen. Das kündigte der Sprecher des neuen Tourismusministers der Balearen, Joan Flaquer, in Hannover an.

HB/dpa HANNOVER. „Es kann nicht sein, dass Liege und Sonnenschirm für einen Tag so teuer sind wie eine Übernachtung“, sagte Sprecher Juan Carlos Alia. Einige Gemeinden auf der Urlaubsinsel würden in den nächsten Wochen angewiesen, ihre Preise für die Standliegen zu senken.

Auf die Preise in den Restaurants und Bars, die von vielen Urlaubern als zu hoch empfunden werden, habe die Regierung keinen direkten Einfluss. „Wir werden aber den Betreibern klar machen, dass sie die Preise nicht überziehen dürfen“, sagte Alia.

All das seien Schritte, Mallorca vor allem für deutsche Touristen wieder interessanter zu machen. In den vergangenen vier Jahren sei die Zahl der deutschen Urlauber auf der Insel um etwa eine Million auf knapp drei Mill. im Jahr 2002 zurückgegangen. Durch die Diskussion über die umstrittene Ökosteuer für die Touristen sei der falsche Eindruck entstanden, die Menschen auf der Insel hätten etwas gegen den Tourismus. „Auf Mallorca sind alle Gäste willkommen.“

Alia bekräftigte, die von der Vorgängerregierung eingeführte Öko-Abgabe werde abgeschafft. Das Kabinett habe die Gesetzesvorlage gebilligt, die Mitte September vom Parlament beraten werden solle. Die Zustimmung sei angesichts der Mehrheit der konservativen Volkspartei sicher. Von Mitte Oktober an werde die Abgabe nicht mehr erhoben.

Auf Mallorca werde in den nächsten Jahren verstärkt in den Tourismus und in die Infrastruktur investiert. „Wir brauchen einige Autobahnen und bessere Straßen.“ Auch werde in neue Meerwasserentsalzungsanlagen und eine weniger störungsanfällige Stromversorgung investiert.

Die Balearen wollen ihre Werbung vor allem in Deutschland ausweiten, um neue Touristen für die Insel zu gewinnen. In diesem Jahr werden dafür rund zwölf Mill. € ausgegeben. Über die Höhe des Etats im nächsten Jahr werde noch beraten, doch werde er auf jeden Fall aufgestockt.

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